Die Hoffnung stirbt zuletzt – Welche Rolle spielt Hoffnung für die Klimabewegung? - Teil 1
2021-09-01, 10:30–12:30, Tent 7
Language: German

Bei gleichbleibenden Emissionen bleiben uns noch ca. 7 Jahre, bis wir unser Treibhaus-Gas Budget für die 1,5°C Grenze überschreiten. Wie können wir, die sich gegen die Überschreitung der 1,5°C Grenze einsetzen, noch Hoffnung haben? Wie können wir, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen, nach außen weiterhin kommunizieren, dass das gute Leben für alle möglich ist, während Resignation und Erschöpfung einige von uns übermächtigen? Und auf wen oder was hoffen wir eigentlich?

Der Workshop bietet einen Rahmen, Hoffnung als persönliche und politische Emotion wahrzunehmen: Hoffnung auf eine bessere Welt kann Menschen zusammenschweißen, kann sie dazu motivieren viel Energie und Zeit aufzubringen, oder kann sie widerständig machen. Doch das Spiel mit der Hoffnung kann auch gefährlich sein. Hat zu starke Hoffnung vorangehender Generationen auch dazu geführt, dass im jahrzentelangen Kampf gegen die Klimakriese so viele Chance verpasst wurden? Ist Hoffnung vielleicht nur ein Privileg derjenigen, die durch die Klimakrise erst jetzt eine vage Bedrohung für sich selbst erkennen? Ist die viel beschworene Hoffnung auf das gute Leben für alle ein Ursache für Burn-Outs und Überforderung? Wie wird Hoffnung vielleicht ausgenutzt von konservativen politischen Kräften? Was bleibt, wenn die Hoffnung stirbt?

Wir widmen uns diesen Fragen in einem ergebnisoffenen Austausch, beschränken uns dabei aber nicht nur auf politische Diskussionen. Wir möchten auch über den persönlichen und individuellen Umgang mit der Hoffnung sprechen. Dafür greifen wir sowohl auf theoretische, als auch auf bewegungs- und körperbasierte Zugänge zu Emotionen zurück.

Das Workshop ist eine Zusammenarbeit ziwschen Kipppunkt Kollektiv und Wandelwerk. Das Wandelwerk bringt umweltpsychologisches Wissen in die Praxis und versucht damit Menschen und Organisationen, die sich für Klimagerechtigkeit und die sozial-ökologische Transformation einsetzen, durch eine psychologische Herangehensweise zu unterstützen.


Prerequisites for participants

Die Zielgruppe des Workshops sind Menschen, die sich bereits mit Klimagerechtigkeit auseinandergesetzt haben und Interesse daran haben, sich über Strategien einer diversen Klima(gerechtigkeits)bewegung auszutauschen.
Dieser Workshop ist 2-teilig

Short description

Der Workshop bietet einen Rahmen, Hoffnung als persönliche und politische Emotion wahrzunehmen: Hoffnung auf eine bessere Welt kann Menschen zusammenschweißen, kann sie dazu motivieren viel Energie und Zeit aufzubringen, oder kann sie widerständig machen. Doch das Spiel mit der Hoffnung kann auch gefährlich sein. Was bleibt, wenn die Hoffnung stirbt? Wir widmen uns dem Thema in einem ergebnisoffenen Austausch. Moderation: Henna-Elise Selkälä & Laura Trölenberg.

Maximum number of participants

25

german Title

Hope dies last - what role does hope play in the climate movement? - Part 1

Du you represent an organization?

Kipppunkt Kollektiv - Bildung für Klimagerechtigkeit, Laura vertitt den Wandelwerk

Das Kipppunkt Kollektiv – Bildung für Klimagerechtigkeit ist ein freier Zusammenschluss von politischen Bildnerinnen und Engagierten aus der Klimabewegung. Wir haben uns im Januar 2019 gegründet, um mit Bildungsarbeit die sozial-ökologische Transformation zu begleiten. Mit unseren Workshops vermitteln wir nicht nur Fakten rund um die Klimakrise, den Treibhausgaseffekt und die Kipppunkte im Klimasystem greifbar. Vor allem stellen wir Gerechtigkeitsfragen: Wer ist am meisten von der Klimakrise betroffen? Wer sind die Verursacherinnen? Was sind die Gründe dafür? Was sind politische Lösungswege für Klimagerechtigkeit? Unser Anspruch ist es, mit interaktiven Formaten Teilnehmende unserer Bildungsangebote zum Nachdenken anzuregen und sie zum verantwortungsvollen Handeln zu ermutigen. Wir bieten Austauschräume für partizipative Diskussionen, Fragen und kreative Ideen.

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