1.5 Grad! – Geoengineering, technofixes und koloniale Kontinuitäten / 1.5 degrees! - Geoengineering, technofixes and colonial continuities
2019-08-08, 15:00–17:30, Tent 7

Mit der Drohkulisse der Alternativlosigkeit, das 1.5-Grad-Ziel anders nicht erreichen zu können, wird in zunehmendem Maße die Entwicklung von großmaßstäblichen Technologien vorangetrieben. Der Vielzahl an Technologien, die unter dem Begriff Geoengineering diskutiert werden, ist gemein, dass sie im großen Stil in das Erdsystem eingreifen, unerprobt und hochriskant sind, und bereits jetzt Menschen und Ökosysteme stark beeinträchtigen. Zudem ist die Mehrheit der Geoengineering Technologien mit einem immensen Flächen-, Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden. In diesem globalen Masterplan zeichnet sich eine ungleiche Verteilung der Kosten und Risiken entlang kolonialer Kontinuitäten zulasten derjenigen ab, die am wenigsten zu der sozial-ökologische Krise beigetragen haben.
Im ersten Teil des Workshops wollen wir uns daher kritisch mit Geoengineering-Technologien und der „technofix“-Mentalität, auf der sie beruhen, auseinandersetzen. In dem zweiten Teil gehen wir der Frage nach, wie die Kosten und Nutzen dieser Großtechnologien global verteilt sind. In einem dritten Teil wollen wir uns mit alternativen Ansätzen beschäftigen, die im klimapolitischen Mainstream systematisch vernachlässigt werden.

Ein Workshop von Janine Korduan und Imeh Ituen der Heinrich-Böll-Stiftung


With the threat of lacking alternatives in order to achieve the 1.5 degree goal, the development of large-scale technologies is increasingly being called for. The majority of these technologies intervene heavily in the Earth system, are highly risky and, in addition, involve immense land, energy and resource consumption. This global master plan shows an uneven distribution of costs and risks along colonial continuities.


Prerequisites for participants – keine