Führung Gedenkstätte für Zwangsarbeit
2019-08-09, 14:45–19:30, Excursions 2

In Leipzig-Schönefeld hatte die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG), einer der größten Rüstungsproduzenten und Profiteure des nationalsozialistischen Zwangsarbeitssystems, ihren Hauptsitz. Hier mussten ca. 10.000 Menschen, vorwiegend aus Polen und der Sowjetunion, Panzerfäuste, Munition und andere Rüstungsgüter herstellen. Im ganzen Leipziger Stadtgebiet waren zwischen 1933 und 1945 mehr als 700 Lager und Unterkünfte für die Unterbringung von mehr als 60.000 Zwangsarbeiter_innen eingerichtet.Der Rundgang bietet eine Einführung in das Thema Zwangsarbeit, NS-Rasseideologie, sowie einen Überblick über die Firmengeschichte und die NS-Verbrechen der HASAG, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter_innen sowie über den Umgang mit NS-Zwangsarbeit nach 1945.

Treffpunkt: Bushaltestelle Dorfmitte Pödelwitz
Startpunkt Exkursion: Gedenkstätte für Zwangsarbeit, Permoserstraße 15, Leipzig
Logistik: Fahrrad notwendig, Zugticket notwendig, Radtour mit der Gruppe zum Bahnhof Neukieritsch, Fahrräder dort anschließen (Schlösser mitbringen!), Fahrt (ohne Fahrrad) mit S Bahn zum Treffpunkt in Leipzig (Tram 3, Bus 90 (Permoser-/ Torgauer Straße)), Kosten: 6€ für S Bahn Ticket pro Fahrt


The HASAG, one of the biggest weapons manufacturing companies and profiteer of the forced labor system of the Nazis, had its company headquarters in Leipzig Schönefeld. Around 10 000 people, mainly from Poland and the Sowjet Union, were forced to build bazookas, ammunition and other war materiel. More than 700 camps for over 60 000 forced laborers were sacttered through Leipzig between 1933 and 1945. The tour will give an introduction into the topics of forced labor, the race ideology if the Nazis, a overview of the history of the HASAG and its crimes, the working an d living conditions of the forced laborers and the remembrance of these topics after 1945.