Kristian

Lebe und studiere in Dresden. Aktiv bei Rigardu, foodsharing und der tuuwi (TU-Umweltinitiative).


Sessions

08-08
15:00
150min
Othering in der Migrationsarbeit / Othering within migration work
Kristian

Der Zusammenhang zwischen Hilfe und Rassismus wird am deutlichsten in postkolonialen Kritiken an der Entwicklungshilfe formuliert. Die Hilfe konstruiert die Rollen des aktiven und wohltuenden Helfenden und des passiven, unfähigen Geholfenen, und verstärkt somit rassistische Denkmuster und Machtstrukturen. Viele linke Gruppen lehnen aus diesen Gründen Entwicklungshilfe ab und plädieren für Solidarität anstatt Hilfe.

Doch wie sieht es eigentlich in der linken Migrationsarbeit im In- und Ausland aus? Werden wir unserem Anspruch an Solidarität gerecht oder leisten wir doch verkappte Hilfe? Welche Rollen schreiben wir Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund zu und was ergibt sich daraus für unsere (Zusammen-)arbeit? Welche vorherrschenden Stereotypen verstärken wir durch unsere Öffentlichkeitsarbeit und Spendenaktionen? Und vor allem, wie können wir es besser machen?

Dieser Workshop ist in erster Linie ein Austausch. Wir von Rigardu haben mehrere Jahre lang humanitäre Projekte auf der sogenannten „Balkanroute“ umgesetzt und spüren dieses Problem in unseren weißen Vereinsstrukturen. Wir werden einige Inputs und Methoden vorbereiten um dann den Großteil der Zeit für einen Gedankenaustausch mit Euch zu nutzen.

Workshops on Antiracism
Tent 6
08-06
10:00
150min
Planspiel "Festung Europa?" / Simulation game "Fortress Europe?"
Kristian

Das Planspiel stellt eine Sitzung des Europäischen Rates nach, bei der über die zunehmende Zahl von Flüchtenden beraten und über eine gemeinsame Politik entschieden werden soll. Die Teilnehmenden nehmen die Rollen der Staats- und Regierungschefs sowie der Innenminister_innen von verschiedenen europäischen Staaten ein. Vertreten sind auch EU-Ratspräsident_in sowie EU-Innenkommissar_in und Präsident_in der Europäischen Kommission. Alle gemeinsam müssen versuchen, trotz unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Politik zu gelangen. Nur dadurch kann die EU zeigen, dass sie entschieden handeln kann.

Die Teilnehmenden erfahren durch diese Simulation, wie der Prozess der Politikgestaltung auf höchster Ebene abläuft und sie können erkennen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die verschiedenen Positionen von zur Zeit 28 Mitgliedsstaaten unter einen Hut zu bekommen.

Workshops on other topics
Tent 6
08-08
10:00
150min
Flucht und Migration in Europa und weltweit / Flight and migration in Europe and worldwide
Kristian

In diesem Workshop möchten wir für die Ursachen und Umstände von Flucht nach Europa und weltweit sensibilisieren. Es werden Zahlen und Fakten zum Beispiel zu Herkunfts- und Zielländern und zu Mustern von globalen Fluchtbewegungen auf interaktive Art und Weise vermittelt. Die Teilnehmenden nehmen die Perspektive von Flüchtenden ein und hinterfragen ihre eigenen Privilegien. Außerdem wird es ganz konkret um verschiedene Stationen entlang der Fluchtrouten in Europa gehen, an denen wir von Rigardu selbst in Form von humanitären Aktionen tätig waren.

Programme for young people
youth-tent
08-09
10:00
150min
Kaufst du mir das ab? - Konsumkritik und darüber hinaus / Consumer criticism and beyond
Kristian, Jenny

Du hast die Klimakrise als drängendes Problem unserer Zeit erkannt und weißt, dass etwas getan werden muss? Du versuchst, deinen eigenen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, aber hast das Gefühl, dass das alles nicht reicht? Du willst gerne über deine eigenen Konsumentscheidungen hinaus aktiv werden und Menschen zum Umdenken und Handeln anregen? Oder du bist schon aktiv aber nicht sicher, ob dein Weg für dich der richtige ist?

In diesem Workshop möchten wir uns zunächst mit den Aspekten der Konsumkritik und der damit verbundenen Konsumkritik-Kritik auseinandersetzen, bevor wir uns dann in die Rollen verschiedener gesellschaftlicher Akteur*innen hineinversetzen wollen. Diese Annäherung an die unterschiedlichen (Handlungs-)Motive nutzen wir, um an den "richtigen" Stellen argumentieren und handeln zu können. Anschließend wird es Raum für einen gegenseitigen Austausch geben, um (konkrete) Ideen für umfassende und aktive Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2