Christa Wichterich

Die Entwicklungssoziologin und Geschlechterforscherin Christa Wichterich zeigt die Schnittstellen zwischen imperialer Lebensweise & Care-Arbeit auf, woraus sich eine feministische Globalisierungskritik herauskristalisiert, welche sich auf Frauen*arbeit und der Sicherung von Überlebensgrundlagen (Livelihood) stützt.

The development sociologist and gender researcher Christa Wichterich points out the interfaces between imperial lifestyle & care work, from which a feminist critique of globalization emerges, which is based on women's work and the securing of livelihoods.*


Sessions

08-07
20:00
120min
Care-Arbeit als Ressource imperialer Lebensweise / Care work as a resource for an imperial lifestyle
Ulrich Brand, Jacqueline Flora Mokouam Simo, Christa Wichterich, Juliane Karakayali

Imperiale Lebensweise bezieht sich neben der Ausbeutung von Arbeitskraft und Natur auch auf die Bereiche der sozialen Reproduktion im unbezahlten und zumeist unsichtbaren Care-Sektor. Der Fokus des Podiums soll auf eben dieser, in geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung geforderter Verantwortung der cis-Frauen* liegen. Am Beispiel von transnationalen Märkten für Betreuungsdienstleistung und Care-Migrant_innen sollen die Auswirkungen der imperialen Lebensweisen diskutiert werden. * „Cis“ bezeichnet Personen, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Referent_innen:

Die Entwicklungssoziologin und Geschlechterforscherin Christa Wichterich zeigt die Schnittstellen zwischen imperialer Lebensweise & Care-Arbeit auf, woraus sich eine feministische Globalisierungskritik herauskristalisiert, welche sich auf "Frauenarbeit" und der Sicherung von Überlebensgrundlagen (Livelihood) stützt.

Der Politikwissenschaftler Ulrich Brand greift in seiner Theorie die soziale & ökologische Frage gemeinsam auf und zeigt, wie eine imperiale Produktionsweise und Ressourcenextraktion aufgrund der sozialen Reproduktion aufrechterhalten werden kann.

Jacqueline Flora Mokouam Simo zeigt die direkten Auswirkungen auf unsichtbare Care-Arbeit auf. Ihre Arbeit stellt nicht nur eine Analyse der Verhältnisse dar, sondern konkretisiert sich auch in der Frage wie Haushaltsarbeit anders organisiert werden kann, sodass Versorgungslücken gefüllt werden.

Juliane Karakayali arbeitet zu transnationaler Migration und Care-Arbeit in Haushalten Pflegebedürftiger. Sie fokussiert dabei die zunehmende Beschäftigungsoption für transnationale Migrant_innen und geht der Frage nach, welche Handlungsstrategien die Migrant_innen im Umgang mit ihrer (meist) prekären Arbeitssituation entwickeln. (angefragt)

Moderation: Alexandra Gerber sieht eine Notwendigkeit darin, Care-Arbeit zu transformieren. Ihre Situation als Alleinerziehende prägt dabei ihre politische Arbeit.
Lilli Hauphoff versucht das Thema Klima mit anderen politischen Feldern zusammen zu denken, durch das Podium erhofft sie sich eine Stärkung der feministischen Kämpfe innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung.

Das Podium wird simultan gedolmetscht in Deutsch, Englisch und eventuell Spanisch.

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