Anastasia Warren, Raha Rezaei, Aaliyah Bah-Traoré, Imeh Ituen, Payal Parekh


Sessions

08-06
20:00
120min
Koloniale Kontinuitäten im Klimaaktivismus und in der Klimapolitik des "globalen Nordens" / Colonial Continuities in Climate Activism and Climate Policy of the "Global North"
Anastasia Warren, Raha Rezaei, Aaliyah Bah-Traoré, Imeh Ituen, Payal Parekh

Die Wahlergebnisse der Europawahl in Deutschland zeigen es: Parteien, die für klimapolitische Themen stehen, gewinnen an Zuwachs. Gleichzeitig erstarken Parteien, die Abschottung und Menschenfeindlichkeit verkörpern und den Klimawandel offen leugnen. Es ist höchste Zeit sich zu fragen: Wofür steht eigentlich europäische Klimapolitik? Welche Auswirkungen hat ein eurozentrisches Weltbild mit kolonialer Geschichte von Klimaakteur*innen im globalen Norden auf eine weltweite Klimakrise von der vor allem Schwarze Menschen und PoC betroffen sind? Obwohl die Klimagerechtigkeitsbewegung im globalen Norden diese kolonialen Kontinuitäten kritisiert, ist sie in ihren Strukturen noch immer weiß geprägt. Welche Stimmen aus der globalen Klimabewegung müssen hörbar gemacht werden und wie können Klimaaktivist*innen aktiv dazu beitragen?
Als künstlerische Einführung in das Thema werden zu Beginn in einer performativen Vorlesung die physischen und metaphorischen Eigenschaften des Weißseins untersucht.

Performer*innen

Anastasia Warren, geboren in den Bronx, lebt und arbeitet in New York City. Sie erhielt ihren BFA in Visual Critical Studies (VCS) von der School of Visual Arts. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Identität, Gerechtigkeit und Imitation.

Raha Rezaei lebt in Wien, ist Künstler*in mit Schwerpunkt auf digitale Medien und studiert an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Rahas Kunstpraxis basiert auf Forschungen zu Propaganda, Futurismus und Faschismus.

Referent*innen auf dem Podium

Aaliyah Bah-Traoré arbeitet als politische Referentin und engagiert sich als Empowermenttrainerin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund um soziale Missstände – auch in Bezug auf den Klimawandel - zu benennen und verschafft sich ganz besonders in der Schwarzen Community immer mehr Gehör.

Imeh Ituen arbeitet bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin zum Thema Geoengineering und Internationale Klimapolitik. Sie hat Umweltmanagement studiert und ist Teil eines Netzwerks von BPoC-Aktivist*innen in Berlin, das sich für Klimagerechtigkeit engagiert.

Payal Parekh ist langjährige internationale Klimagerechtigkeitsaktivistin mit Erfahrung in Indien, Schweiz und USA. Auch aktiv in der Schweiz in der Sans Papiers und Urban Citizenship Bewegungen.

Moderation: Aileen Kampfmann, aktiv bei Dresden postkolonial.

Das Podium wird simultan gedolmetscht in Deutsch, Englisch und eventuell Spanisch.

Panels of the Degrowth Summer School
Main tent