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09:00
09:00
540min
#by2020 transregional strategy discussion / #by2020 bundesweite Strategiediskussion
Djamila, Mink

Hey folks

for a while there is a call-out going round: „By2020WeRiseUp“. Maybe you‘ve already heard of it…

The idea is for everyone - willing to rise up for climate justice - to discuss strategies for an uprising in a coordinated manner from the end of September 2019 on. The intent is to create a non-hierarchical platform to act as decentralized as possible, but all using the same time period in solidarity.

There are strategy meetings happening all over Europe, trying to develop an effective strategy for protest, which will kick off around the global general strike “Earth Strike” of all grass roots movements in late September!

This workshop shall enable a national level of networking – that doesn’t mean at all, that only deligates from nationwide initiatives are invited. Our hope is to gather as many deligated people as possible from ALL groups in the same place…

Therefore we invite everyone, who is motivated to set an end to climate change and our destructive system and wants to get carried away by the idea of coming change, to join our multi-day workshop/ networking portal! ;)

On Saturday and Sunday the 3rd and 4th August, our conference is officially announced in the program. The two days from then we will be on a grass area, due to limited space in the WS tents. They'll be announced offline only.

Possible Discussion points could be: getting to know each other and networking; empowering ourselves by seeing that we can do this; brainstorming who to mobilize and target; which regions are covered?, how to communicate strategy within the network and beyond?; how to get knowledge for regional demands; finding a timeline for demands.

We hope that some of you might already brainstorm how a practical strategy for upcoming autumn could look like within your protest movement/ affinity group and how to include them into the idea of a europe-wide call out.

So SAVE THE DATE, SPREAD THE WORD & SEND A DELIGATE to Pödelwitz!

See you there! :)

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
15:00
15:00
150min
Klimawandelleugnung und maskulistischer Antifeminismus / Climate denial and masculine antifeminism
Andreas Kemper

Es fällt auf, dass viele der rechten Parteien wie bspw. die AfD den menschengemachten Klimawandel leugnen. Insbesondere sind es dort antifeministische Gruppierungen, die zur Leugnung beitragen. Tatsächlich zeigen ältere Organisationen wie die „Autofahrerpartei“ und die Diesel-Kampagne der AfD, dass bestimmte Formen von Männlichkeit unumschränkten Zugriff auf Energie einfordern. Diese Zusammenhänge in ihren vielfältigen Verbindungen werden dargestellt und diskutiert.....................................................................

workshops on queer-feminism
Tent 1
22:00
22:00
120min
Konzert: Brass Banditen / Concert: Brass Banditen
Brass Banditen

„Eine mit Sicherheit unerträgliche Hippie-Blaskappelle“ Mit Sicherheit sind wir nicht zu übersehen und schon gar nicht zu überhören. Ausgehend von Leipzig eilen die Schallwellen und Tanzbeine durch die Straßen, Hinterhöfe, Konzertsäle, Demozüge, Eckkneipen und Wagenplätze Europas. Kräftiger Brass, der zwischen Pop und Balkandudeleien pendelt mischt sich mit Freude am talentarmen Musizieren, Konfetti und Glitzer.

Culture programme of the Degrowth Summer School
Main tent
22:30
22:30
90min
Auftaktparty/ Welcome Party
Party

Wieder einmal Klimacamp. Wieder einmal alle da. Na, wenn das kein Grund zum feiern ist! Am Samstag, den 03.08.19, starten wir das Klimacamp mit einer tollen Sause! Wir sorgen für ein Konzert der legendären Brass Banditen, verschiedene DJ*anes und leckere Getränke - ihr für die Stimmung. Auf geht’s, ab geht’s - hoch die Hände!

Bar
11:00
11:00
90min
Eröffnung der Degrowth Sommerschule / Opening of the Degrowth Summer School
Tonny Nowshin, Julian Wortmann, Susanne Brehm

Mit dieser Eröffnungsveranstaltung der Degrowth-Sommerschule wollen wir ein gemeinsames Grundverständnis von Degrowth oder Postwachstum entwickeln. Nach einer kurzen Einführung zum Konzept der Sommerschule werden Susanne Brehm, Tonny Nowshin und Julian Wortmann nputs geben. Anschließend wollen wir uns in verschiedenen Formaten über unsere Perspektiven zu Degrowth austauschen. Die Veranstaltung soll eine Grundlage für die Debatten der folgenden Tage bieten.

Tonny Nowshin (Save the Sundarbans, Bangladesh) ist eine Aktivistin aus Bangladesh. Sie ist Teil eines
Netzwerks zur Rettung des weltgrößten Mangrovensumpfes, den Sundarbans. Sie beschäftigt sich aktuell mit Degrowth, weil sie darin eine spannende Verbindung ihrer Erfahrung als Aktivistin und ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften sieht.

Susanne Brehm (Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig) gibt seit 8 Jahren Workshops und Seminare zum Thema Wachstumskritik und Degrowth. Zurzeit beschäftigt sie sich viel mit der Frage, wie eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Ernährung aussehen kann.

Julian Wortmann (Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig) ist über Fragen zu Klimagerechtigkeit auch beim Thema Degrowth gelandet und leitet seit 3 Jahren viele Bildungsveranstaltungen zu diesen Fragen.

Panels of the Degrowth Summer School
Main tent
14:45
14:45
255min
Zwangsarbeit und Kohle in Böhlen
Martin Hofe

Die Kleinstadt Böhlen war ein Zentrum der Zwangsarbeit rund um das Rüstungszentrum Leipzig. Die Braunkohle lieferte Energie und Rohstoffe für die Kriegswirtschaft. Zehntausende Zwangsar-
beiter*innen und Kriegsgefangene arbeiteten für die verbrecherischen Kriegsziele. Die Tour spannt einen Bogen von Wirtschaft und Politik über die Lebensbedingungen der Menschen bis hin zur
Aufarbeitung sowie der Erinnerungskultur in der heutigen Zeit. Insgesamt wird eine Strecke von 40km geradelt.

Treffpunkt: Bushaltestelle Dorfmitte Pödelwitz
Startpunkt Exkursion: Bahnhof Böhlen
Logistik: Fahrrad notwendig, Zugticket notwendig, Radtour mit der Gruppe zum Bahnhof Neukieritsch, Fahrt mit S Bahn und Fahrrad zum zum S Bahnhof Böhlen (Ticket ca 3€), Rückfahrt per Fahrrad direkt zum Camp (ca 40km Raddistanz)

Excursion
Excursions 1
15:00
15:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
15:00
180min
Geologischer Spaziergang am Strand der Ur-Nordsee
Team der Geowerkstatt Leipzig e.V.

Wir reisen zurück in die Erdgeschichte vor rund 30 Millionen Jahren und stehen in tropisch-warmem Klima am Stand der Ur-Nordsee. Im Einfluss von Meeresspiegelschwankungen entstehen Küstenmoore, die von Sedimenten bedeckt werden. Kaum vorstellbar, beim Blick in den Tagebau.

Treffpunkt: Klimacamp, "Alle-Dörfer-bleiben"-Zelt

Excursion
Excursions 2
20:00
20:00
120min
Widerständige Dörfer – der Kampf gegen Ressourcenabbau und für Klimagerechtigkeit / Resistant villages - the fight against resource extraction and for climate justice
Jens Hausner, Emiliano Teran Mantovani, Mai Jebing

Mit der Dürre im letzten Sommer werden die Folgen der Klimakrise auch hier spürbar, viel stärker jedoch sind Menschen in Ländern des globalen Südens betroffen. Trotzdem wird hier in der Region immernoch klimaschädliche Braunkohle abgebaut. Diese heizt die Klimakrise an und hat auch vor Ort unmittelbare Folgen: Mehr als 10 Dörfer im Rheinland, der Lausitz und im Leipziger Land sollen zerstört werden, um die darunterliegende Kohle zu fördern. Hier verlieren Menschen ihr zu Hause, in anderen Teilen der Welt verlieren Menschen durch den Ressourcenhunger unserer Wirtschaft und die Folgen der Klimakrise ihre Lebensgrundlagen.

Klimagerechtigkeit bedeutet, hier darum zu kämpfen, dass die Kohle im Boden bleibt, keine fossile Energie mehr genutzt wird und unsere Wirtschaft sich am guten Leben für Alle orientiert, damit Alle Dörfer bleiben – überall!

Auf dem Podium sprechen Menschen die vom Ressourcenabbau betroffen sind über ihre Situation und ihren Widerstand gegen die fossile Industrie. Wir sprechen darüber, welche Ursachen wir für die ökologische und soziale Ausbeutung und Ungerechtigkeit sehen, wie wir uns dagegen organisieren und wie wir uns gegenseitig unterstützen können.

Referent_innen:

Mai Jebing ist eine langjährige Anti-Kohle Aktivistin aus Indonesien. Sie arbeitet mit JATAM (lokale Anti-Kohle NGO). Ihre Community ist von Umsiedlung durch fossile Industrien betroffen.

Jens Hausner lebt in Pödelwitz und kämpft seit Jahren mit einer Bürgerinitiative und "Pödelwitz bleibt" für den Erhalt von bedrohten Dörfern und gegen den Braunkohleabbau. Seit letztem Jahr engagiert er sich im Bündnis "Alle Dörfer bleiben".

Emiliano Teran Mantovani ist venezolanischer Soziologe und arbeitet schwerpunktmäßig zu politischer Ökologie und Extraktivismus. Ein Fokus von ihm liegt auf illegalem Ressourcenabbau.

Moderation:
Ruth Krohn arbeitet beim Konzeptwerk Neue Ökonomie zum Thema Klimagerechtigkeit. Sie engagiert sich auch beim Bündnis Alle Dörfer bleiben.

Das Podium wird simultan gedolmetscht in Deutsch, Englisch und eventuell Spanisch.

Panels of the Degrowth Summer School
Main tent
22:30
22:30
90min
Musik - Bar
bar

Jeden Abend findet eine musikalische Darbietung im Barzelt statt.

Bar
10:00
10:00
150min
Addressing Cultural Appropriation in the Climate Movement / Kulturelle Aneignung in der Klimabewegung ansprechen
Dorna R Lange

This workshop will address the topic of cultural appropriation in the climate/"eco" movement, and why building a common understanding & position matters to achieving solidarity in climate justice circles. We will work through building on an understanding of power structures, racism, white privilege, and post-/colonial violence, to a deeper understanding of cultural appropriation and its role in perpetuating oppression. Finally, to the responsibility of white people in preventing the ongoing alienation of and harm towards BIPOC people in the movement.

This workshop is intended as an introduction to this topic. The facilitator is white.

Workshops on Antiracism
Tent 6
10:00
150min
Anti-racism from decolonial feminist geography methods / Anti-Rassimus mit dekolonial-feministischen, geographischen Methoden
sofia zaragocin

Environmental racism is at the core of climate change, demonstrating how certain racialized populations are more affected by extractive-led contamination than others. Nevertheless, concepts such as environmental racism tend to be predominant in global north contexts. This workshop will focus on anti-racists efforts carried out in the Andean region of South America in relation to extractive led violence. The central question that the workshop will address is: what are the ways forward when we think of anti-racism and environmental racism from a transnational perspective? To answer this question we will carry out a decolonial feminist method of body-territory and a feminist cartography methods to map out the links between our anti-racist methods across scales.

Workshops on Antiracism
Main tent
10:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
10:00
150min
Campverschönerung
alle

Wir wollen unser Camp kreativ gestalten und gemütlich werden lassen!
Macht mit, bastelt, schnippelt, klebt und baut mit uns. Wir werden Wimpelketten, und vieles mehr herstellen! Mit viel oder wenig Erfahrung und Kreativität seid ihr willkommen. Lasst uns gemeinsam das Camp bunt werden lassen!

Creative Tent
10:00
150min
Circling: Meditation in Verbindung / Circling: Meditation in Connection
Isa, Lukas Trötzmüller

Wir (Isabel und Lukas) schätzen die Athmosphäre am Klimacamp Leipziger Land und möchten gern dieses Jahr dazu beitragen.

Für uns ist das Camp-Leben und unser dortiges Wagen von Blicken auf die Welt oft mit dem Anstoßen starker Emotionen verknüpft. Nicht selten finden wir uns im Wechselbad der Empfindungen voller Begeisterung, Freude, Empörung, Wut oder Zukunftsangst. Neben vielen kognitiven Diskursen bleibt oft wenig Raum für das Ansprechen und Anerkennen dieser Emotionen. Oft scheint es, als verlören wir beim Reden über die weite Welt, den globalen klimapolitischen Folgen und unseren Visionen von breitaufgestelltem Aktivismus den Zugang zu dem was jetzt gerade in uns ist.

Beim Circling geht es um die Erforschung unseres Innenlebens, unseren Beziehungen zu Anderen und dem Raum zwischen uns. Die Praxis ist verwandt mit Meditation und gewaltfreier Kommunikation und hat keinen therapeutischen Anspruch. Teilnehmende erleben oft, dass sich in kurzer Zeit Gefühle der Präsenz und tiefer Verbundenheit entstehen. 

Besonders schön am Circling ist seine erwartungsfreie Herangehensweise: Wir erforschen unsere Wahrnehmung im jetzigen Moment und akzeptieren alles, was dabei hervorkommt. Ohne den Versuch es verändern oder verstehen zu müssen. Dadurch werden unterbewusste Muster sichtbar und wir kommen in Kontakt mit der eigenen Intuition.

Über uns:
Lukas Trötzmüller - Ich durfte in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern Circling-Erfahrung sammeln und habe bereits auf einigen Camps derartige Workshops angeboten. Angestoßen durch diese Erfahrungen absolvierte ich ein 6-monatiges Training bei Circling Europe und organisiere derzeit das 1. deutschsprachige Circling-Festival.
Isabel Wilmes - Ich folge dem Circling intuitiv und fühle einen authentischen Zugang zu dieser Methode, um sie gut für Andere greifbar zu machen.

Workshops on other topics
Yurt
10:00
150min
Die Klimaschmutz-Lobby: Wie Klimaleugner, Neue Rechte und neoliberale Thinktanks gemeinsam für eine fossile Weltordnung im 21. Jahrhundert kämpfen / The Climate Pollution Lobby
Susanne Götze

Klimawandelskeptiker und Lobbyisten der Fossilindustrie sind nicht nur in den USA aktiv, sondern auch in Europa. Ihr Ziel: Klimaschutzgesetze torpedieren, die Verbrennung fossiler Rohstoffe fördern und die Staaten dazu bewegen, aus dem Pariser Weltklimaabkommen auszusteigen. Der Vortrag soll einen Eindruck geben, mit welchen Strategien, Netzwerken und Argumenten die fossile Lobby gegen die europäische Klimaschutzpolitik kämpft. Anhand einzelner Anekdoten und komplexer Netzwerke zeigt die Journalistin Susanne Götze, welche unterschiedlichen "Arten" von Klimaleugner es gibt und welche Interessengruppen sich derzeit koordinieren, um die ökologische Transformation in Europa zu verhindern und ein Ende fossiler Brennstoffe so lange wie möglich zu verzögern.

Workshops on Antifascism
Tent 5
10:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
10:00
90min
Einführung in Faschismustheorien / Introduction to theories of fascism
Tina Krawczyk

Das Bekenntnis zum Antifaschismus ist unter Linken Konsens und verbindendes Element. Für viele Menschen ist antifaschistisches Engagement auch der erste Schritt in linke Strukturen. Doch was genau ist Faschismus eigentlich und was nicht? Damit befassen sich Wissenschaftler*innen seit Jahrzehnten. Wir versuchen einen Einstieg in die Theorien und Überlegungen zum Thema (Anti-)Faschismus zu geben. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Faschismus fristete lange Zeit, auch in linken Kreisen, ein Nischendasein. Nach dem Einzug der AFD in den Bundestag, oder den Ereignissen von Chemnitz wird allerdings höchste Zeit sich dem Faschismus auch auf theoretischer Ebene zu stellen. Alerta!

Workshops on Antifascism
Tent 4
10:00
150min
Klima vs. Arbeit: Der Konflikt mit den Gewerkschaften / Climate vs. Jobs: The conflict with the unions
Tobias Kalt

Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu teils heftigen Konfrontationen zwischen Klimagerechtigkeitsaktivist*innen und Gewerkschafter*innen und Beschäftigten in der Kohle. Während auf der einen Seite für Klimagerechtigkeit gekämpft wird, verteidigt die andere Seite gut entlohnte Arbeitsplätze in der Kohle. Zukünftig werden Konfliktpotenziale zunehmen, wenn nach dem Kohleausstieg die Abwicklung der Autoindustrie ansteht. Dieser Workshop bietet einen Raum, um den Konflikt mit Gewerkschaften zu reflektieren und sich auf die Suche nach zukünftigen Umgangsweisen zu machen. Dabei wollen wir persönliche Erfahrungen reflektieren und uns u.a. folgende Fragen stellen:

Warum ist der Konflikt mit den Gewerkschaften in der Kohlefrage so eskaliert? Wo gab es jedoch auch Annäherungen? Was trennt und was verbindet die beiden Seiten? Bedeutet die notwendige schnelle Abkehr von den fossilen Brennstoffen unvermeidbar Strukturbrüche und Beschäftigungsunsicherheit? Oder gibt es Alternativen für gerechte Übergänge, die gute Arbeit und Klimagerechtigkeit verbinden? Stellen Gewerkschaften Hindernisse für eine sozial-ökologische Transformation dar? Oder können sie diese gestaltend vorantreiben? Sind gewerkschaftliche Akteur*innen Gegner*innen oder können sie zu Verbündeten der Klimagerechtigkeitsbewegung werden?

Disclaimer: Als Teil meiner Feldforschung sollen die Erkenntnisse aus der Gruppendiskussion in mein Promotionsprojekt einfließen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
10:00
150min
Kritik des Extremismusbegriffs / Critique of the term Extremism
Michael Hartmann

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Extremismustheorie. Er führt in historische Entwicklungen der Theorie und Wandlungen des Extremiusbegriffs ein, der zu den wichtigsten politischen Grenzmarkierungen im deutschsprachigen Raum gehört. Der Erfolg des Begriffs liegt in seinem paradoxen Verhältnis zur politischen In- und Exklusion begründet liegt. Während er vielfältig und relativ variabel der politischen Ausgrenzung dient, verspricht er eine vermeintlich feste Grenze zwischen dem was demokratisch ist (Mitte) und dem was demokratiefeindlich ist (Extremismen). Dies bringt unweigerlich problematische Folgen für die Formen und Bewertungen demokratischer Teilhabe mit sich etwa im Bereich des Umgangs mit zivilem Ungehorsam oder im Umgang mit rechten Protesten. Der Vortrag folgt den historischen Wandlungen des Begriffs um einerseits seine Wandlungsfähigkeit aufzuzeigen. Andererseits wird seine Rolle in neoliberalen Regierungsweisen aufgezeigt.

Workshops on Antifascism
Tent 3
10:00
150min
Lithiumabbau - die Kehrseite der E-Mobilität in Südamerika / Lithium mining - the downside of E-mobility in South America
Pekari

Der Umstieg auf Elektromobilität, gerahmt durch die Energiewende der BRD, stellt aktuell einen der politischen Lösungsansätze in Zeiten der ökologischen Krise dar. Anstatt luftverschmutzender, diesel- und benzinmotorisierter Automobile, sollen sich in naher Zukunft saubere Elektroautos über die Straßen bewegen. Doch was im globalen Norden als verheißungsvolle Möglichkeit eines Ausweges erscheint, verliert an der Drei-Länder-Grenze Chiles, Argentiniens und Boliviens seinen Glanz. Hier befinden sich 70% des weltweiten Lithiumvorkommens, welches die Motoren der neuen Technologie als notwendigen Bestandteil vorraussetzen. Die Spuren des Abbaus graben sich jetzt schon in den sozialen und ökologischen Strukturen vor Ort ein. Denn durch die wasserintensive Lithiumgewinnung wird das fragile Gleichgewicht der Süß- und Salzwasserspiegel zerrüttet und somit auch auf vielfältige Weise in die Lebensgrundlage der Tiere und Menschen eingegriffen. Beispielhaft soll dieser Fall aufzeigen, dass nicht nur die ökologische Krise selbst global zu betrachten ist, sondern auch ihre Lösungsansätze weitreichende Auswirkungen besitzen. Gemeinsam wollen wir uns im workshop diesen Fall erarbeiten und miteinander ins Gespräch kommen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 1
10:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
10:00
150min
Technik Skills für den Aktivist*innen Alltag / Tech skills for activistis' everyday life
ariari

Im offenen Werkstatt-Zelt von she*fix & friends könnt ihr...

  • Werkzeuge ausprobieren - z.B. Akku-Schrauber/Bohrer, Flex/Winkel-/Trennschleifer, Schweiß-Geräte, Löten, etc.;
  • Dinge reparieren - Fahrrad, Auto, Solarlampe, Camp-Infrastruktur, etc.;
  • mit Technik, Werkzeug & Material experimentieren und kreativ werden;
  • Skills teilen, zusammen arbeiten, stark werden. Neugierig zuschauen, Wissen und Erfahrungen austauschen und dabei voneinander lernen.

Ihr findet uns jeden Tag (Montag bis Freitag) auf dem Vorplatz des Gemeindehauses / der alten Feuerwache.

Vormittags 10-12 ist die Werkstatt als Raum gedacht zum Empowerment für FrauenLesbenTransIntersex* (d.h. FLTI* only ohne cis-Männer). In diesem geschützten Raum, möchten wir Frauen* bestärken, selbstbewusst mit technischen Problemen & Werkzeugen umzugehen und sie befähigen sich in oft männlich dominierten Räumen zu behaupten.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
10:00
150min
Weidenflechten / Willow weaving
Marco

Wir flechten mit Weide und Peddingrohr selber kleine Körbe oder ein Tablett. Das Geflochtene kann mitgenommen werden.
Ab 5 Jahre und für maximal 6 Teilnehmer*innen.

Programme for young people
youth-tent
15:00
15:00
150min
Arbeit mit dem inneren Kompass / Work with the inner compass
Anne und Sonja

Die sozial-ökologische Transformation ist überfällig. Konträr zu notwendigen Veränderungen stehen häufig gesellschaftliche Normen und Selbstverständlichkeiten, die unser Verhalten prägen. Um auf individueller Ebene trotzdem aktiv und nachhaltig den Wandel zu gestalten, ist es notwendig, den inneren Kompass immer wieder in den Blick zu nehmen, die eigene Handlung danach auszurichten und dabei flexibel zu bleiben. Vor diesem Hintergrund bietet der Workshop einen Ort der Reflexion, wo sich Teilnehmende konkret den folgenden 3 Fragen intensiv widmen:
1) Welche Werte sind mir wichtig, um ein erfülltes, sinnvolles Leben zu leben?
2) Wie setze ich meine Werte konkret im Alltag um?
3) Wer oder was hilft mir, nach meinen Werten zu leben? Dazu zählt auch: Welche Überzeugungen, Definitionen kann ich für mich hinterfragen und vor allem neu finden? Wie kann ich entspannt nach meinen Werten handeln?
Methodisch behandeln wir dieses Fragen mit Hilfe von Übungen in Paaren und in 3-er Gruppen, aber auch Einzelarbeit und Gedankenexperimenten.

Workshops on social-ecological transformation
Yurt
15:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
15:00
150min
Das Asylverfahren / The Asylum Procedure
Anke Vetter

Der Workshop/Vortrag wird einen Einblick in die asyl- und aufenthaltsrechtliche Grundlagen geben. Im Mittelpunkt steht der Ablauf des Asylverfahrens in Deutschland. Dabei soll auch von der Praxis aus der Asylrechtsberatung berichtet werden. Warum ist Rechtshilfe so wichtig? Welcher Status bedeutet was? Wie sieht das eigentlich aus, wenn mensch keinen Pass sondern nur eine Duldung besitzt? Außerdem werden die rechtlichen Be- bzw. Einschränkungen von geflüchteten Menschen und die enormen gesetzlichen Verschärfungen der letzten Jahre beleuchtet.

Dauer ca. 3 Stunden

Workshops on other topics
Tent 6
15:00
150min
Deo selbst herstellen
Lena

Schon gewusst? Wenn man sich gesund ernährt und ab und an wäscht, brauchen die meisten entweder gar kein Deo oder vor allem kein hartes!
Und mit ein bisschen Experimentierfreude kann mans sogar selbst herstellen. Kommt vorbei, dann können wirs zusammen ausprobieren. Wenn ihr leere Sprühflaschen zuhause habt, dann könnt ihr sie zum Abfüllen
mitbringen - es werden aber auch ein paar vorhanden sein!
(Material auf Spende)

Creative Tent
15:00
150min
Du musst kein*e Expert*in sein - Wie man die Argumente der Klimawandelleugner*innen unschädlich macht / You don't have to be an expert - How to disarm arguments of climate change deniers
Ulrike Egerer, Hannes Griesche, Steffi, Matthias, Markus Hartmann

Beim Zugfahren, auf der Familienfeier oder im Netz: Leute, die den menschengemachten Klimawandel bestreiten, trifft man überall. Wo zwischen Wissenschaftler*innen Konsens besteht, wissen viele Menschen zu wenig über den Klimawandel, leugnen oder ignorieren die Fakten. Wie erreicht man diese Menschen? Wer streut teilweise gezielt irreführende oder falsche Informationen und mit welchem Hintergrund? Wie entkräfte ich die Argumente der Klimawandelskeptiker*innen? Wie viel Raum sollte man der Debatte überhaupt lassen?

Aufbauend auf den wissenschaftlichen Grundlagen der Klimaforschung möchten wir im Workshop diesen Fragen nachgehen, um gut vorbereitet die nächste Diskussion führen zu können. Wir werden zusammen die geläufigsten Killerphrasen auseinandernehmen, Tweets und Posts untersuchen und in Gruppen das Argumentieren üben. Dabei kommt es nicht darauf an, bis ins letzte Detail über Fachwissen zu verfügen, sondern die Basics und die typischen Argumentationsmuster zu kennen.

Durch die Fridays for Future Bewegung stehen zur Zeit gerade junge Menschen im Zentrum solcher Diskussionen; dabei neigt die Gegenseite dazu, ihnen die Kompetenz abzusprechen. Wir als Scientists for Future wollen das “Handwerkszeug” vermitteln um sich in solchen Diskussionen zu behaupten und zeigen, dass man eben kein*e Expert*in sein muss, um sachlich richtig zu argumentieren.

Workshops on other topics
Tent 1
15:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
15:00
150min
Klimawende von unten: Wie wir durch direkte Demokratie die Klimapolitik in die Hand nehmen / Climate transformation from below: How we take climate policy into our own hands through direct democracy
Eric Häublein/Franziska Buch, Franziska Buch

Während die Bundesregierung konsequenten Klimaschutz ausbremst, nehmen immer mehr Menschen auf lokaler Ebene die Klimapolitik selbst in die Hand. Mit Bürgerbegehren führen sie kommunale Beschlüsse herbei: In München haben die Bürger*innen entschieden, dass das Steinkohlekraftwerk der Stadtwerke schon 2022 statt 2035 abgeschaltet werden soll. In Bamberg und vielen anderen Städten haben engagierte Aktive Vorfahrt für Fahrräder erkämpft. In Hamburg und Leipzig sorgen Bürgerinitiativen dafür, dass die Wärmeversorgung kohlefrei wird. Und in Berlin und Hamburg haben die Bürger*innen die kommunale Energieversorgung zurück in öffentliche Hand gebracht, um die Energiewende zu beschleunigen. Schon eine Handvoll Aktiver mit geringem Budget kann mit den Mitteln der direkten Demokratie einiges bewegen. In unserem Workshop erfahrt ihr, in welchen Städten sich Bürgerbegehren gegen Kohle besonders lohnen und welche Maßnahmen für die Energie- und Verkehrswende ihr überall erstreiten könnt. Wir geben euch außerdem Tipps für erfolgreiche Kampagnen und bieten Beratung und Unterstützung für eure Kampagnenidee.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 3
15:00
150min
Lippendorf - das Kraftwerk und seine Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit / Lippendorf – the power plant and its impacts on nature and health
Gerd Lippold (MdL, Grüne)

Die Radexkursion führt zum Braunkohlekraftwerk Lippendorf, das 2000 ans Netz ging. Es ist für etwa 12 Mio. t CO2 pro Jahr verantwortlich - fast ein Viertel der gesamten sächsischen CO2-Emission. Noch liefert es neben Kohlestrom auch einen Teil der Leipziger Fernwärme.  Auf der Liste der gesundheitsschädlichsten Kohlekraftwerke Deutschlands ist es auf Platz 3. Es emittiert besonders hohe Mengen an Quecksilber und Schwefeldioxid sowie weitere Luftschadstoffe. Davon und von den Konsequenzen für die Umgebung machen wir uns vor Ort ein Bild.

Start: Mo, 5.8.2019,  15.00 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Dorfmitte Pödelwitz
Logistik: Fahrrad notwendig, rund 22 km Strecke

Excursion
Excursions 2
15:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
15:00
120min
Pödelwitz Dorfrundgang
Jens Hausner, Franziska Knauer

Jens Hausner ist Sprecher der lokalen Bürgerinitiative Pro Pödelwitz und setzt sich für den Erhalts seines Dorfes ein. Dir Tour wird ein kleiner Spaziergang durch Pödelwitz und seine aktuelle Geschichte. Dabei wird ein Überblick über die aktuelle Lage der Umsiedlungen, zu den Plänen der MIBRAG und zum Mitteldeutschen Revier im Allgemeinen gegeben.

Start: Montag, 5.8.2019, 15 bis ca. 17:000 Uhr und Mittwoch 07.08. 10:00 bis ca. 12:00
Treffpunkt: Klimacamp, “Alle Dörfer bleiben Zelt”
Logistik: kurzer Spaziergang durchs Dorf

Excursion
Excursions 1
15:00
150min
Social Design and Circular Economy - Revaluation of the waste / Soziales Design und Kreislaufwirtschaft - Aufwertung von Abfällen
Aldana Tibaldo

Workshop description
Currently, the great amount and variety of products and services, which are commercialized is alarming. They are not produced just to satisfy a basic necessity but to fabricate people’s need. Some of these take up an important role in our daily life. These products are not just a waste when they are disposed after they were used, but the whole production chain (manufacturing, distribution, and commercialization) pollutes the Environment.
The pollution produced from the not environmental friendly processes and the excess of production ended it affecting population, without distinction between the kinds of consumers. This economic model is not a new one, but in the previous years, different environmental authorities continue to warning about the unsustainability of the model. Our planet cannot sustain the consume rhyme that people currently have. And every year the natural resources assign to it, are consumed faster. This problem affects not just the current generation but the future ones.
But what if it were possible to use these waste to produce new products?
These workshop points to encourage participants, from the industrial design subject, to think about this problematic and get an overview about social design and circular economy. To think proposals to revaluate waste from industries, with the give it another use and prevent future environmental damages. On the other hand, it is important to people get involved in social matters and reach out vulnerable economy sectors of the society, to improve it.
The main goal of this workshop is to develop the participant’s empathy and creativity in a way to discuss environmental problems solutions, encouraging the feeling that the change is possible only if we work to improve the world and its inhabitant’s situation.

Workshops on social-ecological transformation
Main tent
15:00
150min
Warum Grüner Kapitalismus nicht funktioniert / Why Green Capitalism doesn't work
Sergen Canoglu

In diesem Powerpoint Vortrag wird dargelegt, wieso wir in der Klimakrise grundsätzliche strukturelle Probleme unserer Wirtschaftsweise haben und nicht nur irgendwelche fehlenden politischen Leitsätze. Während bestimmte Wissenschaftler*innen und Politiker*innen einen Green New Deal fordern oder "ökologischen" Wachstum mit der kapitalistischen Wirtschaftsordnung in Einklang bringen wollen, gehen andere Aktivist*innen einen Schritt weiter und sagen zu Recht "System Change Not Climate Change". Wieso wir eine andere Wirtschaftsweise brauchen, in der soziale und ökologische Bedürfnisse Grundpfeiler einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft, soll in diesem Vortrag realisiert werden. Der Vortrag dauert ungefähr 1 Stunde und wurde in vielen Städten Deutschlands bereits präsentiert.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 4
15:00
150min
Weniger Klimawandel durch weniger Menschen? Feministische Kritik an Bevölkerungspolitik / Less climate change by means of fewer people? A feminist critique of population policies.
susanne schultz, Daniela Gottschlich

Wer davon spricht, dass die Erde „überbevölkert“ sei, sagt damit zugleich, dass es zu viele Menschen gebe. Doch welche Menschen sind zu viel? Wer bestimmt die Kriterien dafür? Und welche Maßnahmen folgen aus einer solchen These? Die Forderung nach Bevölkerungskontrolle lässt sich auch von Akteur*innen aus dem Umweltbereich hören. Der Workshop stellt kritische Positionen gegen ein solches Denken aus einer feministischen und antirassistischen Perspektive vor und informiert über die repressive Geschichte und Gegenwart internationaler Bevölkerungsprogramme.

workshops on queer-feminism
Tent 5
15:00
150min
wort/spiel: Dadaistische (Schreib-)Werkstatt / word/game: Dadaistic (writing-)workshop
Rike

Dada war eine literarische und künstlerische Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, die sämtliche Konventionen bürgerlicher Kunst und Gesellschaft in Frage stellte und parodierte. Dieser Workshop eröffnet einen Raum empowernde, reflexive und widerständige Qualitäten von Kunst zu erfahren. In mehreren Übungen werdet ihr angeleitet experimentelle Poesie zu verfassen. Gesellschaftlichen Themen, die euch aktuell in eurer politischen Arbeit beschäftigen, kann hier Ausdruck verliehen werden. Es geht dabei um einen intuitiven, spielerischen Zugang zur Sprache jenseits des rein Kognitiven und ohne Konventionen. Zufällige Assoziationen und Humor sind willkommen. Wenn von euch gewünscht, kann am Ende eine Präsentation (z.B. Ausstellung, Performance) auf dem Camp stattfinden.

Workshops on Practical/DIY
Tent 2
20:00
20:00
120min
Gegen den Rechtsruck. Für ein Klima der Gerechtigkeit. / Against the rise of the (extreme) right. For a climate of justice
Sergen Canoglu, Andreas Malm, Toni Mentzel, Hilary Moore

In vielen Ländern sind rechte Regierungen auf dem Vormarsch, die nicht nur den Klimawandel leugnen, sondern auch massiv gegen soziale Bewegungen und Errungenschaften vorgehen. Gleichzeitig warnt der IPCC Bericht von 2018 vor den Gefahren des Klimawandels und eines „business as usual“. Wie hängen diese beiden Themen zusammen? Was hat der Aufstieg der extremen Rechten mit Klimawandel zu tun? Was bedeutet es für eine emanzipatorische Politik, wenn der Klimawandel weiter ungebremst voranschreitet? Wie können Klimagerechtigkeitsbewegungen und Antifaschismus zusammenarbeiten?

Referent_innen:

Sergen Canoglu
SDS Köln, Beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Klimagerechtigkeit und der Kritik an grünem Kapitalismus. Weitere Themen sind Rechtsruck und Neofaschismus in Spanien und Deutschland.

Andreas Malm
Arbeitet an der Universität Lund als Wissenschaftler. Sein Themenfokus liegt aktuell auf der „politischen Ökologie der extremen Rechten“.

Toni Mentzel
Bringt seine spezifischen Erfahrungen als politischer Aktivist in der ostdeutschen Antifa-Bewegung mit.

Hilary Moore ist Aktivistin und Autorin der Broschüre "Organizing cools the planet". Sie arbeitet zu Fragen von Antirassismus und sozialer Gerechtigkeit im Bereich Klimawandel. Sie ist Mitautorin des kommenden Buches “No Fascist USA! The John Brown Anti Klan Committee and the Reagan Years.“

Moderation: Michèle Winkler
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.

Das Podium wird simultan gedolmetscht in Deutsch, Englisch und eventuell Spanisch.

Panels of the Degrowth Summer School
Main tent
22:25
22:25
90min
Musik - Bar
Bar

Jeden Abend findet eine musikalische Darbietung im Barzelt statt.

Bar
10:00
10:00
150min
*FÄLLT AUS*Soziale und ökologische Frage #unteilbar?! / The Social and ecological question #inseparable?!
Max

Uns haben leider einige Gesprächsteilnehmer*innen abgesagt, deshalb fällt die Veranstaltung aus
#Unteilbar, das heißt für uns die soziale sowie die ökologische und unsere antirassistische Haltung zusammen zu denken, es heißt in Zeiten des Rechtsrucks entschlossen für unsere Grund- und Freiheitsrechte einzustehen. Wir wollen diskutieren welche Rolle die Klimagerechtigkeitsbewegung dabei einnimmt. Ein gutes Leben für alle ist wohl nur sozial, antirassistisch und klimagerecht zu haben. Deshalb wollen wir bei unserer Diskussionsrunde die Stimmen aus Gewerkschaften und Klimagerechtigkeitsbewegung zusammen bringen und uns auf die Suche nach Solidarität begeben. Wir hoffen dabei auf produktive Widersprüche und überraschende Gemeinsamkeiten zu stoßen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 7
10:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
10:00
150min
Campverschönerung
alle

Wir wollen unser Camp kreativ gestalten und gemütlich werden lassen!
Macht mit, bastelt, schnippelt, klebt und baut mit uns. Wir werden Wimpelketten, und vieles mehr herstellen! Mit viel oder wenig Erfahrung und Kreativität seid ihr willkommen. Lasst uns gemeinsam das Camp bunt werden lassen!

Creative Tent
10:00
150min
Climate Change and the precariat in the Global South: Reflections and case studies from Southern Africa / Klimawandel und das Prekariat im globalen Süden: Reflektionen und Fallstudien im Süden Afrikas
Lizalise Mngcele

The focus of this workshop will be on the recent impacts of climate-induced changes on earth systems and the just transition to future alternative energies. Embedded in this discourse is the water and food nexus. This is informed by the Intergovernmental Panel on Climate (IPCC) highlighting Southern Africa as one of the hot spots for climate change. To be explored are the impacts of climate-induced changes on the nations and the peoples of Southern Africa. The workshop will reflect on dominant and emerging issues confronting climate justice and environmental justice today. Some of the communities in this region are already confined to precarious existence, inhabiting some of the poorest countries on the planet.

Workshops on social-ecological transformation
Main tent
10:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
10:00
150min
Konkrete Utopien für Klimagerechtigkeit -- Von der Kritik zur gelebten Alternative / Concrete Utopias for Climate Justice - From Critique to lived Alternatives
nele

"Ich habe einen Traum..."
Während der Meeresspiegel steigt, Wüsten sich ausbreiten, rechte Parteien in Parlamente und Regierungen einziehen und Menschen an den Grenzen Europas sterben, erscheint es uns abwegig und absurd, unsere Wunschvorstellungen in Form von glitzernden Luftschlössern auszumalen.
Warum aber sind konkrete Utopien notwendig für politisches Handeln? Wie formuliere ich aus meiner Kritik am Bestehenden eine Alternative für die Zukunft? Wo werden schon jetzt Utopien umgesetzt und ausprobiert, die ein besseres Leben für alle anstreben?
In diesem Workshop wollen wir den Begriff der Utopie neu definieren und von einer kritischen Analyse ausgehend eigene konkrete Utopien entwerfen, die uns als Leitfaden für politisches Denken und Handeln dienen können.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 1
10:00
150min
Leben in zukunftsfähigen Dörfern - Ökodörfer als Katalysator nachhaltiger ländlicher Entwicklung / Life in future-proof villages - ecovillages as a promoter of sustainable rural development
Luisa Kleine & Thomas Meier

In Ökodörfern wird mit gelebter Nachhaltigkeit auf sozialer, ökologischer, ökonomischer und kultureller Ebene experimentiert und wir vernetzen dieses Wissen als deutschlandweites Ökodorfnetzwerk (GEN Deutschland). Zudem tragen wir unsere Erfahrungen und "best practices" nach außen in "normale" Dörfer und arbeiten gemeinsam an ganz praktischen zukunftsfähigen Lösungen für ein gutes Leben für alle.
Im Workshop wollen wir spielerisch, erzählend und fragend dazu einladen Visionen vom Leben in zukunftsfähigen Dörfern zu entwickeln. Wie wird Wohnen, Arbeiten, Kinder großziehen, Eigentum, Koordination von Bedürfnissen und Fähigkeiten organisiert sein? Wie werden Entscheidungen getroffen? Und welche ersten Schritte können wir hier und jetzt tun?
Dabei gehen wir viel auf unsere persönlichen Erfahrungen mit dem Leben in Gemeinschaft und mit dem Tätigsein im GEN Deutschland Netzerk ein und beziehen uns auch immer wieder auf die Frage, wie eine Wirtschaft ohne Wachstum aussehen könnte und wie in Ökodörfern neue Selbstversändlichkeiten fern von Verwertungs- und Tauschlogik gelebt werden (Gemeinsame Ökonomien, Umsonstläden, bedingungsloses Teilen von Ressourcen, SoLawis...).

Workshops on social-ecological transformation
Tent 4
10:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
10:00
150min
Planspiel "Festung Europa?" / Simulation game "Fortress Europe?"
Kristian

Das Planspiel stellt eine Sitzung des Europäischen Rates nach, bei der über die zunehmende Zahl von Flüchtenden beraten und über eine gemeinsame Politik entschieden werden soll. Die Teilnehmenden nehmen die Rollen der Staats- und Regierungschefs sowie der Innenminister_innen von verschiedenen europäischen Staaten ein. Vertreten sind auch EU-Ratspräsident_in sowie EU-Innenkommissar_in und Präsident_in der Europäischen Kommission. Alle gemeinsam müssen versuchen, trotz unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Politik zu gelangen. Nur dadurch kann die EU zeigen, dass sie entschieden handeln kann.

Die Teilnehmenden erfahren durch diese Simulation, wie der Prozess der Politikgestaltung auf höchster Ebene abläuft und sie können erkennen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die verschiedenen Positionen von zur Zeit 28 Mitgliedsstaaten unter einen Hut zu bekommen.

Workshops on other topics
Tent 6
10:00
150min
Political ecologies of the extreme right - a European perspective / Pölitische Ökologie der extremen Rechten - eine europäische Perspektive
Bernadette Barth, Irma Allen

Ob fossiler Faschismus oder ökologischer Nationalismus – die ökologische Dimension rechter Politik ist eng verbunden mit deren ökonomischen und sozial-gesellschaftlichen Kernthemen wie Konservativismus und Anti-Migration. Progressive Bewegungen sollten sie daher weder ignorieren noch getrennt betrachten, sondern als zentralen Bestandteil rechter Exklusionsphantasien verstehen.
Ziel des Workshops ist es, die Verknüpfung von rassistischen und ökologischen Ideen in der europäischen extremen Rechten herauszuarbeiten.
Grundlage für den Workshop ist das aktuelle Projekt des Zetkin-Collective über fossilen Faschismus.

Workshops on Antifascism
Tent 5
10:00
150min
Radtour zum Neuen Geyersberg: ein Überblick über Tagebau und Revier / Tour to the hill “Neuer Geyersberg”: An overview about the open pit mining and the region
Gerd Lippold (MdL, Grüne)

Die Exkursion führt zum Neuen Geyersberg. Er heißt so, weil die MIBRAG den alten Geyersberg abgebaggert und dafür aus Abraum am Westrand des Tagebaus eine künstliche Erhebung aufgeschüttet hat. Von dort oben kann man sich anhand von Schautafeln eine gute Übersicht über das Revier verschaffen. Wir diskutieren vor Ort über die Geschichte des Braunkohlenabbaus in Mitteldeutschland, über zerstörte Dörfer, Bergbaufolgen und darüber, was nach dem Kohleausstieg zu tun bleibt.

Start: Dienstag, 6.8.2019, 10:00 bis 12:30 Uhr,
Treffpunkt: Dorfmitte, Bushaltestelle
Logistik: Fahrrad notwendig, ca. 7km Strecke

Excursion
Excursions 1
10:00
150min
Smartphonesicherheit / Smartphone security
Cosmo

Datenschleuder Smartphone kennenlernen, beherrschen, benutzen.
Wie können wir als Klimabewegung Smartphones effektiv und sinnvoll für uns nutzen, was sollten wir dabei beachten und geht das auch ohne Google?

In diesem Workshop wollen wir mit euch verschiedene Szenarien und Einsatzzwecke für Smartphones besprechen und unsere Erfahungen bezüglich einer auf Privatsphäre und Sicherheit gegen Überwachung fokussierte Installation mit euch teilen und in Austausch teten.
Themen werden sein: Open Source Apps, Verschlüsselte Chats, Lineage OS, mögliche Angriffsszenarien auf Smartphones und effektiven Schutz dagegen.

Workshops on Practical/DIY
Tent 3
10:00
150min
Technik Skills für den Aktivist*innen Alltag / Tech skills for activistis' everyday life
ariari

Im offenen Werkstatt-Zelt von she*fix & friends könnt ihr...

  • Werkzeuge ausprobieren - z.B. Akku-Schrauber/Bohrer, Flex/Winkel-/Trennschleifer, Schweiß-Geräte, Löten, etc.;
  • Dinge reparieren - Fahrrad, Auto, Solarlampe, Camp-Infrastruktur, etc.;
  • mit Technik, Werkzeug & Material experimentieren und kreativ werden;
  • Skills teilen, zusammen arbeiten, stark werden. Neugierig zuschauen, Wissen und Erfahrungen austauschen und dabei voneinander lernen.

Ihr findet uns jeden Tag (Montag bis Freitag) auf dem Vorplatz des Gemeindehauses / der alten Feuerwache.

Vormittags 10-12 ist die Werkstatt als Raum gedacht zum Empowerment für FrauenLesbenTransIntersex* (d.h. FLTI* only ohne cis-Männer). In diesem geschützten Raum, möchten wir Frauen* bestärken, selbstbewusst mit technischen Problemen & Werkzeugen umzugehen und sie befähigen sich in oft männlich dominierten Räumen zu behaupten.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
10:00
150min
Volksentscheid Autofreie Innenstadt / Referendum on car-free city centres
Micha

Flächengerechtigkeit, Abgase, CO2-Ausstoß - Gründe gegen Autos (insbesondere in Innenstädten) gibt es viele, aber die Politik handelt bestenfalls zögerlich. Seit das Berliner Volksbegehren "Deutsche Wohnen enteignen" im April startete ist die Diskussion um Enteignungen in aller Munde. Kann eine ähnliche Strategie auch funktionieren um die Verkehrswende voranzubringen?

In diesem Workshop wollen wir zuerst einen Blick auf die verschiedenen Strategien werfen die Städe wie London oder Kopenhagen nutzen um den Autoverkehr zu verringern. Danach denken wir gemeinsam darüber nach ob, wann und wo ein Volksbegehren "Autofreie Innenstadt" Sinn machen könnte, welche Modelle es gibt um dieses Ziel zu erreichen und welche Ausnahmen beachtet werden müssen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
14:00
14:00
240min
Kommune Luftschlosserei
Bewohner*innen der Kommune

Die Luftschlosserei ist eine politische Kommune. Seit 2017 beleben wir   einen 4-Seiten-Hof mit Grünflächen im 30 km südlich von Leipzig   gelegenen Lützkewitz. Wir entscheiden basisdemokratisch, leben   Gemeinsame Ökonomie, d.h. teilen unser Geld, kochen vegan und möchten   in den nächsten Jahren weitere Gebäude ausbauen. Wir möchten Euch   unser Gelände zeigen, unsere Grundsätze vorstellen, Fragen beantworten   und mit Euch über Kommunen als politisches Projekt diskutieren.

Treffpunkt: Bushaltestelle Dorfmitte
Startpunkt Exkursion: Kommune Luftschlosserei, Lützkewitz 25, 06729 Elsteraue
Logistik: Fahrrad notwendig, Radtour mit der Gruppe zur Kommune in Profen (ca 15km), Tour durch die Kommune und Rückfahrt per Fahrrad

Excursion
Excursions 1
15:00
15:00
150min
A Critical Perspective on solutions of the aviation-problem / Eine kritische Perspektive auf Lösungen der Flugproblematik
Simon Jakob

Global travelling is a part of everyday life for upper class western society. Whether it's the backpacking tour in Thailand, the weekend at Rome or the trip to the Degrowth-conference in Mexico ... Each of these destinations is easy to reach by plane. One flight from Frankfurt to Bangkok and back releases c. 6200 kg of CO2 per person into the atmosphere, in Germany about 10% of the greenhouse gases are emitted by the aviation sector. However, the climatically compatible annual budget of CO2 per person is only 2300 kg. Therefore, flying has a strong negative impact on climate and environment. At the same time it reproduces global inequalities. About 95% of the world's population has never been on a plane.
In this Workshop we want to take a look at a number of already existing solution strategies as well as utopias: Can more efficient technologies or CO2-compensation make up for the negative effects of flying? How can we decrease the amount of global transportation of goods and passengers and make it more climate-friendly? Which political means exist to organize the change towards a sustainable global mobility? What is critical about carbon-compensation programs ? All points are discussed out of a critical perspective, regarding global power-structures and inequalities.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 7
15:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
15:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
15:00
150min
Energiewende dekolonisieren! Machtkritische und sozialökologische Perspektiven auf grüne Transitionsprozesse in Südafrika und Sambia
Franziska Müller

Energiewende kommt an – auch und gerade im globalen Süden. Viele afrikanische Staaten haben grüne Energiepolitiken realisiert, inszenieren sich als Standorte für Solar- und Windenergie und wenden sich von fossilen Wirtschaftsweisen ab. Doch wer gestaltet solche Transformationsprozesse? Inwieweit sind sie durch neokoloniale Muster geprägt und an den Interessen grüner Investoren ausgerichtet? Inwieweit ergeben sich Anknüpfungspunkte für soziale Bewegungen und für eine Aneignung von Transformationsprozessen? Der Workshop stellt Fallstudien aus Südafrika und Sambia vor und diskutiert diese aus machtkritischer und dekolonialer Perspektive. In beiden Ländern finden derzeit grüne Transformationsprozesse statt, die zwar – blickt man nur auf den Energiemix – recht erfolgreich erscheinen, aber auch mit sozial-ökologischen Problematiken einhergehen.
Um solche Prozesse kritisch zu betrachten, bietet das Konzept der „energy justice“ einen geeigneten Rahmen. Energy justice fragt, inwieweit Energiewende auch Kriterien sozialer und ökologischer Gerechtigkeit genügt. Gemeinsam können wir überlegen, worauf es ankommt, damit Energiewendeprozesse gerecht verlaufen, was eine dekoloniale Perspektive hier ans Licht bringt und welche Formen und Praxen transnationale Solidarität annehmen könnte.

Tent 6
15:00
150min
Ernährungsräte in Städten - ein effektives Instrument für die Agrarwende? / Food councils in cities - an effective instrument for the agricultural transformation
Susanne Brehm

Ernährungsräte schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden: in um die 40 Städten in Deutschland schließen sich darin Menschen zusammen, um das städtische Ernährungssystem nachhaltig, fair und partizipativ zu gestalten. Beteiligt sind in der Regel Produzentinnen, Händlerinnen, Zivilgesellschaft und Einzelpersonen, teilweise auch die Stadtverwaltung. Doch was kann auf kommunaler Ebene eigentlich für eine Agrarwende erreicht werden - angesichts eines globalisierten Lebensmittelmarkts? Welches Potential und welche Grenzen hat der Ansatz?
Wir sind Aktive im (noch jungen) Leipziger Ernährungsrat und stellen euch unsere bisherige Arbeit, erste Erfolge, aber auch offene Fragen und Probleme vor und wollen mit euch über effektive Strategien für Ernährungsräte diskutieren. Anschließend wollen wir gemeinsam mit euch bestehende und neue Projektideen für eine Ernährungswende auf regionaler und kommunaler Ebene (weiter-) spinnen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
15:00
150min
Europaletten-Kuhfuß-Säge-Hammer / Euro Pallets-Crowbar-Saw-Hammer
Cosmo

Wir werden alte Paletten zerlegen und daraus sinnvolle Dinge bauen.

Anhand praktischer Anwendungen werdet ihr den Umgang mit Handwerkzeugen zur Holzbearbeitung erlernen oder vertiefen:

  • Kuhfuß: auch bekannt als Brecheisen. Super um Paletten auseinander zu hebeln.
  • Säge: Gabs auch schon bevor es Strom gab.
  • Zimmermannshammer: Kann Nägel herausziehen und hereinschlagen.
  • Nägel: Schneller und billiger als Schrauben

Bitte feste Schuhe tragen.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
15:00
150min
Ewig rauschen die Wälder / Eternal rustling of the woods.
Peter Bierl

Zurück zur Natur und Bewahrung der Heimat gehören zu den Motiven der Umweltbewegung seit dem Kaiserreich.
Natur wird romantisch idealisiert oder als ewige, unver-änderliche Konstante gezeichnet, deren Gesetzen sich der Mensch zu unterwerfen hat. Dabei geht es nicht um die Schwerkraft, sondern Vorstellungen von Kampf ums Da-sein, Auslese und Ausmerze. Heute fordern manche Tier-rechtler und Tiefenökologen ein Zurück in die Wildnis und wollen dafür die Menschheit um 80 Prozent reduzie-ren.

Heimat ist wieder angesagt. Im Fernsehen, in Musik und Literatur, in der Politik. Grüne wetteifern mit Konserva-tiven um das Image der besseren Heimatpartei. Heimat klingt nach dazu gehören und sich wohlfühlen. Dabei sind es nicht Heuschrecken aus Amerika, die Abgaswerte manipulieren oder Menschen und Tiere für Versuche nut-zen, sondern deutsche Traditionsunternehmen. Heimat ist der Sound zu Hetze und Gewalt gegen alle die anders aussehen, zu Abschottung, Mauern und Stacheldraht. Statt Gesellschaftskritik und Protest ist Mitmachen ange-sagt.

Der Referent Peter Bierl skizziert die Karriere zweier Be-griffe und Ressentiments, die Verbindung mit der Um-weltbewegung sowie historische Kontinuitäten. Er plä-diert für eine soziale und humanistische Ökologie im Verbund mit einer Kritik der politischen Ökologie.

Bierl ist freier Journalist, Mitglied der Gewerkschaft Verdi und lebt in der Nähe von München. Er ist Autor von „Einmaleins der Kapitalismuskritik“ (2018) und „Grüne Braune: Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von rechts“ (2014).

Workshops on Antifascism
Tent 5
15:00
150min
Exchange with participants from the global South / Austausch mit Teilnehmer*innen aus dem globalen Süden
Nina Treu

In diesem offenen Workshop können sich Interessierte mit Gästen aus dem globalen Süden austauschen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung fördert die Degrowth-Sommerschule seit 2015 und lädt in diesem Rahmen jährlich um die 15 Gäste aus ihren Partnerprojekten im globalen Süden ein. Diese kommen aus verschiedenen Ländern und haben unterschiedliche inhaltliche und organisatorische Hintergründe. Für viele sind Sommerschule und Klimacamp als selbstorganisierter Ort eine neue und sehr eindrückliche Erfahrung.
Dieses Jahr sind unter anderem Teilnehmer*innen aus Ägypten, Libanon, Jordanien, Vietnam, Indien, Südafrika, Argentinien, Ecuador, Nordmazedonien und Bosnien als internationale Delegation auf dem Camp.

Workshops on social-ecological transformation
Main tent
15:00
150min
Lesung aus dem Roman "Wind aus Nord-Süd" / Reading from the novel "Wind from North-South"
Dorothee Häußermann, Christopher Laumanns

Es gibt merkwürdigerweise nur wenige Romane in der deutschsprachigen Literatur, die sich mit der Klimakrise auseinandersetzen und ausloten, wie sich Menschen dazu verhalten. Ich habe einen geschrieben. Ich möchte euch einige Passagen daraus vorlesen und freue mich, darüber mit euch ins Gespräch zu kommen. Der Roman « Wind aus Nord-Süd » beginnt mit einem Bekennerschreiben. Am Frankfurter Flughafen ist ein Urlaubsflieger nach Bangkok ohne Besatzung und Passagiere in die Luft gesprengt worden. Eine namenlose Gruppe erklärt, den Anschlag im Namen des Klimaschutzes begangen zu haben. In den nächsten Wochen folgen weitere ökologisch motivierte Brandstiftungen in Europa. Im Schatten dieser Ereignisse erzählt der Roman die Freundschaft dreier Frauen : Kundrie, Lotte und Nele. Die drei finden unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie sie sich im Angesicht von ökologischer Zerstörung und sozialer Ungerechtigkeitung Ungerechtigkeit verhalten sollen. Dabei gehen sie unterschiedliche Wege, die sie voneinander entfremden. Als der Verdacht aufkommt, dass Nele an den Sprengstoffanschlägen beteiligt sein könnte, wird ihre Loyalität auf eine Probe gestellt.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 4
15:00
150min
Wie klimaschädlich sind Atomkraftwerke? / How damaging to the climate are nuclear power plants?
Anika Limbach

Im Schatten der Diskussion um den Klimaschutz scheint die internationale Atomlobby an Einfluss zu gewinnen. Frankreich beschloss 2018, einen Großteil seiner Atommeiler 10 Jahre länger am Netz zu lassen. Anders seien die Klimaschutzziele nicht zu erreichen, so das Argument der Regierung Macron. Auch in anderen Ländern denken Politiker immer lauter über Laufzeitverlängerungen nach, und die Foschung im nuklearen Bereich wird EU-weit immer noch gefördert.
Die Behauptung, Atomkraft habe eine bessere CO2-Bilanz als z. B. Erneuerbare Energien, ist jedoch falsch.
Anika Limbach arbeitet in ihrem Workshop heraus, warum Atomkraftwerke und deren Hinterlassenschaften nicht nur gefährlich sind, sondern in mehrfacher Hinsicht auch dem Klima schaden.

Seit 10 Jahren engagiert sich Anika Limbach in der Anti-Atom-Bewegung, sie schrieb einen Roman über die Macht der Stromkonzerne und beschäftigt sich als Umweltjournalistin vorwiegend mit Energiethemen wie dem Strommarkt, Atom- und Kohlekraft sowie der Energiewende. Den Workshop bietet sie als freie Mitarbeiterin der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt an.

Weiterführende Links:
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/kernkraft-fuers-klima-nein-danke
https://wiseinternational.org/sites/default/files/u93/climatenuclear.pdf

Workshops on social-ecological transformation
Tent 3
15:00
150min
Wie mache ich meine eigene Kampagne (gemeinsam mit anderen)? / How can I start my own campaign (together with others)?
Verena

Eine Kampagne, die politische und gesellschaftliche Veränderung erreichen will, sollte gut geplant sein. Es braucht ein klares Ziel, einen Problemaufriss, eine Strategie, gute Bilder. Und nicht nur eine Aktion, sondern viele, die auf ein bestimmtes klar definiertes Ziel hinarbeiten. Was ist das Ziel meiner Kampagne? Können wir zur öffentlichen Mobilisierung aufrufen? Wer sind meine Verbündete? Und wer ist an der Macht, Ungerechtigkeiten zu ändern? All diese Fragen sollen anhand praktischer Beispiele in diesem Workshop geklärt werden. Wir schauen uns ausschnitthaft die Theory of Change an, mit der sozialer Wandel herbeigeführt und evaluiert werden kann. Das sogenannte Power Mapping gibt einen Überblick zu relevanten Akteur*innen, die in deiner Kampagne mitgedacht und adressiert werden müssen. In dem Workshop soll kein theoretisches Wissen, sondern praktische Handhabe und Werkzeuge erlernt werden, um eigene Kampagnen zusammen mit anderen durchzuführen. Eigene Ideen für Kampagnen und Aktionen können und sollen mitgebracht werden, um sie in der Gruppe zu diskutieren und zusammen erfolgreiche Strategien und Taktiken zu entwickeln. Dieser Workshop soll Menschen dazu befähigen, ihre Ideen in konkrete Ziele und Aktionen umzumünzen.

Programme for young people
youth-tent
15:05
15:05
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
17:30
17:30
150min
Siebdruck
alle

Siebdruck

Creative Tent
20:00
20:00
120min
Koloniale Kontinuitäten im Klimaaktivismus und in der Klimapolitik des "globalen Nordens" / Colonial Continuities in Climate Activism and Climate Policy of the "Global North"
Anastasia Warren, Raha Rezaei, Aaliyah Bah-Traoré, Imeh Ituen, Payal Parekh

Die Wahlergebnisse der Europawahl in Deutschland zeigen es: Parteien, die für klimapolitische Themen stehen, gewinnen an Zuwachs. Gleichzeitig erstarken Parteien, die Abschottung und Menschenfeindlichkeit verkörpern und den Klimawandel offen leugnen. Es ist höchste Zeit sich zu fragen: Wofür steht eigentlich europäische Klimapolitik? Welche Auswirkungen hat ein eurozentrisches Weltbild mit kolonialer Geschichte von Klimaakteur*innen im globalen Norden auf eine weltweite Klimakrise von der vor allem Schwarze Menschen und PoC betroffen sind? Obwohl die Klimagerechtigkeitsbewegung im globalen Norden diese kolonialen Kontinuitäten kritisiert, ist sie in ihren Strukturen noch immer weiß geprägt. Welche Stimmen aus der globalen Klimabewegung müssen hörbar gemacht werden und wie können Klimaaktivist*innen aktiv dazu beitragen?
Als künstlerische Einführung in das Thema werden zu Beginn in einer performativen Vorlesung die physischen und metaphorischen Eigenschaften des Weißseins untersucht.

Performer*innen

Anastasia Warren, geboren in den Bronx, lebt und arbeitet in New York City. Sie erhielt ihren BFA in Visual Critical Studies (VCS) von der School of Visual Arts. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Identität, Gerechtigkeit und Imitation.

Raha Rezaei lebt in Wien, ist Künstler*in mit Schwerpunkt auf digitale Medien und studiert an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Rahas Kunstpraxis basiert auf Forschungen zu Propaganda, Futurismus und Faschismus.

Referent*innen auf dem Podium

Aaliyah Bah-Traoré arbeitet als politische Referentin und engagiert sich als Empowermenttrainerin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund um soziale Missstände – auch in Bezug auf den Klimawandel - zu benennen und verschafft sich ganz besonders in der Schwarzen Community immer mehr Gehör.

Imeh Ituen arbeitet bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin zum Thema Geoengineering und Internationale Klimapolitik. Sie hat Umweltmanagement studiert und ist Teil eines Netzwerks von BPoC-Aktivist*innen in Berlin, das sich für Klimagerechtigkeit engagiert.

Payal Parekh ist langjährige internationale Klimagerechtigkeitsaktivistin mit Erfahrung in Indien, Schweiz und USA. Auch aktiv in der Schweiz in der Sans Papiers und Urban Citizenship Bewegungen.

Moderation: Aileen Kampfmann, aktiv bei Dresden postkolonial.

Das Podium wird simultan gedolmetscht in Deutsch, Englisch und eventuell Spanisch.

Panels of the Degrowth Summer School
Main tent
22:00
22:00
120min
Konzert / concert: shaniqua
shaniqua

Shaniqua Performances wollen BIWOC das Gefühl mitgeben gesehen zu werden. Mit Ukulele und packenden Vokals schwebt die Stimmung bei Konzerten meist zwischen emotional und lol. Seit ca. einem Jahr sind auch selbstgeschriebene Songs Teil der Sets. In diesen werden psychische Krankheit, Schwarzsein in Deutschland und Bisexualität behandelt.

Culture programme of the Degrowth Summer School
Main tent
10:00
10:00
150min
"Den Weg ins Ungewisse wagen" - Workshop zu kritischen Männlichkeiten / "To dare the way into the unknown" - Workshop about critical masculinities
blu (queer_topia*

in diesem workshop wollen wir uns mit dem thema männlichkeiten beschäftigen.
Was ist eigentlich Männlichkeit? Wie kann ich kritisch mit (meinen) Männlichkeiten umgehen? Wie und wann nutze/performe ich sie? Wo schränken mich (meine) Männlichkeiten ein?
Diese und andere Fragen werden im Workshop mithilfe von Theatermethoden und Methoden aus der machtkritischen Bildungsarbeit bearbeitet.
Der Workshop findet in deutscher Lautsprache (mit Flüsterübersetzung auf Englisch) statt und ist offen für alle Geschlechter. Veranstaltet von queer_topia
(queertopia.blogsport.de, fb: queer_topia*).

workshops on queer-feminism
Tent 2
10:00
150min
A World Cafe discussion about a system change against climate change + inequalities. / Eine World Café Diskussion über einen Systemwechsel gegen Klimawandel + Ungleichheiten
Martín Rojas Arboleda, kostinjulia

I am Martín Rojas from Colombia; I like sustainability topics from a systemic perspective.

What would happen if we integrate business, social initiatives, and science to kick-start & support sustainability processes in Colombia through a new standard for coffee trade? We need your help in understanding how to change the coffee system and the major challenges around fair trade. We propose a solution and in our workshop we want you to: participate, critique and co-design that solution so –together- we can bring about profound change.

Together, we will learn about and discuss how coffee as an international commodity is economically unjust. That situation, in turn, causes systemic social issues in the producing countries: Rural livelihoods have low dignity, illiteracy is widespread, etc. The combination of both, inevitably, reinforces environmental un-sustainabilities with a large and widespread impact on land use, soil health, and biodiversity.

On the other hand, we humans will not stop drinking coffee (and caffeine). Moreover, the Fairtrade 50th anniversary is in 2019, and we do not see a relevant change in the producer's livelihoods, the un-sustainabilities or climate change. Therefore, we can say that we (the producers and the consumers) have a complex problem.

The shift from discussion to action is definitely not straight forward. The solution we propose is based on actions and direct support to coffee families and local social leaders (activists’ against mining, illiteracy, land grabbing, etc., which are being murdered). That support is enabled by a project (Hilo) aiming at implementing that solution. Everyone is welcome, but if you drink coffee, you should come.

How to connect farmers with a more dignified life? In the conventional coffee trade, farmers take all the costs and risks. Last year the price of coffee was the lowest in 14 years, but in Europe, your cappuccino still costs the same.
We want to make a radical change to the way coffee is traded. We believe that with economic security, and more dignified life, we will help build a community that is willing to engage in sustainable practices and accompany them on that path.

World Cafe discussions around these topics:
Critique| Be the devil’s advocate – why this will not work?
Needs | what is missing here?
Love | why this could work?
Contacts | who do I know which might support this project?
*Actions | what could I do to support this project?

Workshops on social-ecological transformation
Tent 7
10:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
10:00
150min
Bewegt? Aus der Starre in die Aktion! Körperwerkzeuge zur emotionalen Verarbeitung für Aktivist*innen / Moved? From Numbness to Action - Physical-Emotional Tools for Activists
Janis Breuel

Gerade reagiert die Mehrheit der menschlichen Bevölkerung auf die
globale Krise wie gefolgt: Starre. Die Dimensionen dieser Krise sind
emotional so überwältigend, dass die dazugehörigen Emotionen nicht
gefühlt, sondern stattdessen unterdrückt werden. Abstumpfung, Wegsehen
und Ablenkung z.B. durch Konsumieren sind die Folge.

Auch wer aktiv wird und sich engagiert kann eine solche emotionale
Taubheit erleben. Wir beobachten, dass sich viele Menschen nach einer
Zeit des Aktivismus entweder wieder daraus zurückziehen oder innerlich
ausbrennen. Oft ausgelöst durch ein Gefühl von Resignation oder Frustration.

Wir wissen aus unserer psychologischen Arbeit, dass Emotionen die Basis
eines gesunden inneren Antrieb sind. Wenn wir sie unterdrücken, bleibt
die darin enthaltene Kraft im Körper stecken und wir schneiden uns von
einem Teil unserer Lebendigkeit ab. Das führt sowohl zu körperlichen
Beschwerden als auch zu Gefühlen von Antriebslosigkeit, Schwäche
und/oder Isolation.

Als AktivistInnen und TherapeutInnen wollen wir Werkzeuge zur
Verfügung stellen, wie wir mit diesen Gefühlen auf eine Art umgehen
können, um die oben beschriebenen Szenarien zu überwinden. Der Fokus
liegt darauf einen klaren gemeinsamen Raum zu schaffen, in dem wir in
Kontakt mit unseren Gefühlen kommen können, den Körper als Ressource zu
aktivieren, um in unserer Kraft und Lebendigkeit zu bleiben und uns
unserer Kraftquellen bewusst zu werden.

Wir haben ein Konzept erarbeitet mit dem wir durch mehrere deutsche
Städte reisen wollen und das auch von anderen Menschen gerne zukünftig
durchgeführt werden kann. Auf dem Klimacamp feiert das Konzept seine
Premiere und wir freuen uns darauf es mit euch zusammen auszuprobieren!

Workshops on other topics
Yurt
10:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
10:00
150min
Interrupt the disruption. Skills um Störungen in Plena zu begegnen und männliche Dominanz zu vermeiden. / Skills to encounter disruption and aviod male dominance in plenary meetings.
Evelyn Linde, Simon Toewe (F3_kollektiv)

Im Plenum deiner Klima- oder Antifa-Gruppe reden mal wieder hauptsächlich Männer? Du möchtest nicht zulassen, dass manche Typen völlig selbstverständlich mit manipulativen Redebeiträgen sämtliche Entscheidungen beeinflussen? Du bist selbst ein Mann und möchtest gerne sensibler für dein eigenes Redeverhalten werden? Oder schämst Dich für das Redeverhalten anderer Männer? Du fragst Dich, was du als Moderator*in tun kannst, um mit dominanten Vielrednern oder mit mackrigen Kommentaren umzugehen?

Wir möchten mit euch in diesem Workshop Skills entwickeln und ausprobieren, mit denen ihr Störungen in Plena begegnen und für eine achtsame, diskriminierungssensible Gesprächsatmosphäre sorgen könnt. Denn die brauchen wir, um uns für Klimagerechtigkeit, Antirassismus und Antifaschismus gemeinsam zu organisieren.

Dazu gehen wir in vier Schritten vor: Im ersten und zweiten Schritt des Workshops (Tag 1) werden wir reflektieren, welche Art von Störungen in Plena auftreten, was sie auszeichnet und inwiefern sie durch Geschlechtsidentitäten beeinflusst werden. Zudem werden wir uns darüber austauschen, wie es sich anfühlt, in der Störer*innenrolle zu sein oder sich von Störungen eingeschränkt zu fühlen. Dafür werden wir getrennte Kleingruppen bilden, um uns aus Perspektiven kritischer Männlichkeit und Queerfeminismus mit unseren jeweiligen Geschlechtsidentitäten und deren Einfluss auf unser Rede-/Störungsverhalten auseinanderzusetzen. Im dritten und vierten Schritt des Workshops (Tag 2) werden wir konkrete Handlungsoptionen gegen Störungen in Plena rarbeiten und ausprobieren. Dafür werden wir mit partizipativen Rollenspielen und Körperübungen arbeiten.

Unser Workshop richtet sich an Menschen jeglicher Geschlechtsidentitäten. Im Sinne eines praktischen Do it yourself-Ansatzes möchten wir viel Raum für gegenseitigen Austausch von Wissen und Erfahrung unter den Teilnehmer*innen schaffen.

workshops on queer-feminism
Tent 1
10:00
150min
Intersektional Denken - Schwarze Perspektiven auf Klimagerechtigkeit / Intersectional Thinking - Black Perspectives on Climate Justice
Imeh, Abeni

Wir, zwei Schwarze Frauen, möchten in diesem Workshop die Klimabewegung aus einer Schwarzen Perspektive betrachten. Zu Beginn werden wir die westlichen Wissenssysteme dekonstruieren, denen das dualistische Mensch-Natur-Denken zugrunde liegt. Wir stellen die einseitige, eurozentrische Wissensvermittlung in Frage und beschäftigen uns mit den Zusammenhängen zwischen verschiedenen Unterdrückungsformen.
Welche Parallelen gibt es zwischen der Objektivierung und Ausbeutung von Natur, Black/PeopleofColour und Frauen? Warum ist das Bild von der Umweltbewegung und Umweltaktistinnen im Globalen Norden so weiß ?

Wir zentrieren marginalisierte Perspektiven und blicken auf die Herausforderungen, die Umweltverschmutzung und Klimawandelfolgen insbesondere für BIPoC mit sich bringen. Dabei widmen wir uns den Konzepten und Kämpfen, die BIPoC an diesen Intersektionen führen und gehen der Frage nach wie eine intersektionale Praxis in der Klimabewegung in Deutschland aussehen kann.

Ein Workshop von Rebecca Abena Kennedy-Asante und Imeh Ituen

Workshops on Antiracism
Tent 6
10:00
150min
Ohrid Lake - protected UNESCO region climate change challenges / Ohrid Lake - Herausforderungen des Klimawandels am Beispiel der geschützten UNESCO Region
Emin

Challenges at the local level from the consequences of climate change can be analyzed from several aspects
Ecological aspect
State of biodiversity
Flora and fauna are disturbed
Impact of climate change of water level in Ohrid Lake
Water quality
Protected areas.
Energy aspect of coping with climate change in UNESCO region in RNM can be addressed in next areas increase of usage of renewable energy sources (solar energy) and the potential for its use at institutional and households level ,lowering use of hydro potentials due to disruption of biodiversity of the lake.
As economic aspect to cope with climate change can be analyzed the potentials of the lake for tourism and rural development and economic benefits (Business sector, hotels, tourist facilities)
On intuitional level as proposed activities to cope with climate change increasing of Cross-sector cooperation on local ,regional ,national and supranational level is needed because Ohrid Lake is divided between Macedonia and Albania ,and lately part of Ohrid Lake that belongs to Albania will be propose to become protected under UNESCO with which all this region will need supranational collaboration in terms of protection, sustainable development and coping with climate changes. Overcoming of administrative obstacles for better management of natural resources is needed. Citizens' participation in decision-making at the local level is also important part of creating and implementing measures for coping with climate change and environmental protection.

Workshops on social-ecological transformation
Main tent
10:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
10:00
120min
Pödelwitz Dorfrundgang
Jens Hausner, Franziska Knauer

Jens Hausner ist Sprecher der lokalen Bürgerinitiative Pro Pödelwitz und setzt sich für den Erhalts seines Dorfes ein. Dir Tour wird ein kleiner Spaziergang durch Pödelwitz und seine aktuelle Geschichte. Dabei wird ein Überblick über die aktuelle Lage der Umsiedlungen, zu den Plänen der MIBRAG und zum Mitteldeutschen Revier im Allgemeinen gegeben.

Start: Montag, 5.8.2019, 15 bis ca. 17:000 Uhr und Mittwoch 07.08. 10:00 bis ca. 12:00
Treffpunkt: Klimacamp, “Alle Dörfer bleiben Zelt”
Logistik: kurzer Spaziergang durchs Dorf

Excursion
Excursions 1
10:00
150min
Seifen selbst herstellen
Peer

Hier wird ordentlich eingeseift. Wir stellen gemeinsam Naturseifen aus verschiedenen Bio-Ölen (Kokos-, Oliven-, Raps-, Mandelöl, ...) und ätherischen Ölen für den Geruch her. Diese Seifen können dann nach einer
Warte-Weile zum Duschen und Händewaschen verwendet werden.
(Material auf Spende)

Creative Tent
10:00
150min
Technik Skills für den Aktivist*innen Alltag / Tech skills for activistis' everyday life
ariari

Im offenen Werkstatt-Zelt von she*fix & friends könnt ihr...

  • Werkzeuge ausprobieren - z.B. Akku-Schrauber/Bohrer, Flex/Winkel-/Trennschleifer, Schweiß-Geräte, Löten, etc.;
  • Dinge reparieren - Fahrrad, Auto, Solarlampe, Camp-Infrastruktur, etc.;
  • mit Technik, Werkzeug & Material experimentieren und kreativ werden;
  • Skills teilen, zusammen arbeiten, stark werden. Neugierig zuschauen, Wissen und Erfahrungen austauschen und dabei voneinander lernen.

Ihr findet uns jeden Tag (Montag bis Freitag) auf dem Vorplatz des Gemeindehauses / der alten Feuerwache.

Vormittags 10-12 ist die Werkstatt als Raum gedacht zum Empowerment für FrauenLesbenTransIntersex* (d.h. FLTI* only ohne cis-Männer). In diesem geschützten Raum, möchten wir Frauen* bestärken, selbstbewusst mit technischen Problemen & Werkzeugen umzugehen und sie befähigen sich in oft männlich dominierten Räumen zu behaupten.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
10:00
150min
Voll die Zone hier. Aspekte einer Transformationsgeschichte Ostdeutschlands / Quite a region, it is. Aspects of the history of transformation in East Germany
Leon Sanger

In der Debatte um das Ende der Kohleförderung kommen in Ostdeutschland ganz andere Themen auf den Tisch.
Nach der Wiedervereinigung haben im Osten viele Menschen einen Verlust ihres Arbeitsplatzes und einer Sozialisation erlebt, in der körperliche Arbeit eine zentrale Rolle der Sinnstiftung bildete. Die Arbeit in der Kohle in der DDR war schwer, aber gesellschaftlich hoch anerkannt und relativ gut bezahlt. Wer nach der Wende seinen Job behielt, war froh. Wer ihn verlor, verlor mehr als nur Arbeit und Einkommen.

Der Workshop geht der Frage nach, wie sich die Transformation des ostdeutschen Gesellschaft gestaltete und welche Sicht ihre Akteure auf Gesellschaft und ihre Konflikte im Osten heute haben.

Geboten wird eine Einführung in die politische Kultur Ostdeutschlands und ihre Geschichte.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 5
10:00
150min
Workshop zum Podium "Care Arbeit als Ressource Imperialer Lebensweise" / workshop "Care work as a resource for an imperial lifestyle"
Ulrich Brand & Christa Wichterich

Gemeinsam mit den Referierenden des Podiums "Care Arbeit als Ressource imperialer Lebensweise" werden wir Grundbegriffe wie Care Arbeit, Imperiale Lebensweise, livelihoods und weitere Fragen zu dem Thema bearbeiten.

workshops on queer-feminism
Tent 4
14:45
14:45
285min
Postkolonialer Stadtrundgang / Postcolonial city tour
Jona Krützfeld, AG Postkolonialismus

Kolonialismus in Leipzig? Leipzig ist nicht Berlin oder Hamburg – auch nicht Dar es Salaam oder Windhoek. Dennoch findet man in der Stadt Spuren des deutschen Kolonialismus. Sich diese zu vergegenwärtigen ist unserer Ansicht nach unabdingbar, um den Zusammenhang zwischen kolonialer Geschichte und den aktuellen Debatten um Rassismus, globale Ungleichheit und den Umgang mit »Anderen« herauszustellen. Der Rundgang soll zu einem Gespräch über die Schnittmengen zwischen Postkolonialismus und (Klima)Gerechtigkeit anregen.

Treffpunkt: Bushaltestelle Dorfmitte
Startpunkt Exkursion: Mobilitätszentrum der Leipziger Verkehrsbetriebe am HBF Leipzig Vorplatz
Logistik: Fahrrad notwendig, Zugticket notwendig, Radtour mit der Gruppe zum Bahnhof Neukieritsch, Fahrt mit S Bahn und Fahrrad zum Hbf Leipzig, Exkursion in Leipzig mit Fahrrädern, Kosten: 6€ für S Bahn Ticket pro Fahrt

Excursion
Excursions 1
15:00
15:00
150min
Auf der Suche nach wilden Abenteuern durch Wald und Wiese / Looking for wild adventures through forest and meadow
Romy, Leni

Wie riecht ein Baum? Wie singt ein Vogel? Wie läuft ein Fuchs? Und welche Pflanze kann man essen?
Wir wollen mit euch die Natur rund ums Klimacamp erforschen und beobachten, was sich bewegt, was wächst, was krabbelt. Wir nehmen Lupen mit, verbinden uns die Augen, erfühlen den Wald und basteln mit Naturmaterialien.
Zusammen wollen wir herausfinden was mit den Lebewesen in Wald und Wiese passieren würde, wenn noch mehr große Bagger die Pödelwitzer Natur in große leere Löcher verwandeln würden.

Programme for young people
youth-tent
15:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
15:00
150min
Das neue Polizeigesetz-Wie gehen wir damit um? / New police laws. How do we deal with it?
Sven

Das neue Polizeigesetz in Sachsen ist beschlossene sache und wird ab 2020 in Kraft treten. Unzählige Einschnitte in Grundrechte und damit ein massiver Eingriff in unsere Privatsphäre sowie eine weitreichende Erweiterung der Befugnisse der Polizei kommen mit diesem Gesetz auf uns zu. Getroffen dadurch sind wir Alle, doch besonders politisch aktive Menschen und Oppositionelle werden davon betroffen sein. Was genau das Gesetz für uns bedeutet und was wir daraus für unsere politische Praxis ableiten müssen, wollen wir in diesem Workshop gemeinsam herausfinden.

Workshops on other topics
Tent 5
15:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
15:00
150min
Einführung in die queerfeministische Ökonomie / Introduction to the queer feminist economy
Marius Ewert

Der Workshop soll dazu dienen eine zeitdiagnostische Bestimmung von Begriffen bzw. Konzepten wie Krise und Transformation im neoliberalen Kapitalismus aus einer queerfeministischen Position heraus dazustellen, mit besonderem Fokus auf Queer Ecologics als exemplarischen Forschungsschwerpunkt. In diesem Kontext wird auch auf die Verbindung der Herrschaftsverhältnisse mit Sexismus und Heterosexismus aus queer-ökologischer Perspektive eingegangen. Dies soll Mithilfe verschiedener Methoden wie dem Kugellager reflexiv durchgespielt werden. Um auf diese Weise Alltagssituationen darzustellen in denen die angesprochenen -ismen vorkommen und Möglichkeiten aufzuzeigen wie man dagegen vorgehen kann. Auf diese Weise ein Bewusstsein zu schaffen wie elementar es ist die queerfeministische Positionen im gesellschaftlichen Denken und damit auch im ökonomischen denken zu verankern. Um dies in den gesellschaftlichen Diskurs weiter einzubringen werden innerhalb des Workshops gemeinsame Netzwerkstrukturen erarbeitet.

workshops on queer-feminism
Tent 4
15:00
150min
Europaletten-Kuhfuß-Säge-Hammer / Euro Pallets-Crowbar-Saw-Hammer
Cosmo

Wir werden alte Paletten zerlegen und daraus sinnvolle Dinge bauen.

Anhand praktischer Anwendungen werdet ihr den Umgang mit Handwerkzeugen zur Holzbearbeitung erlernen oder vertiefen:

  • Kuhfuß: auch bekannt als Brecheisen. Super um Paletten auseinander zu hebeln.
  • Säge: Gabs auch schon bevor es Strom gab.
  • Zimmermannshammer: Kann Nägel herausziehen und hereinschlagen.
  • Nägel: Schneller und billiger als Schrauben

Bitte feste Schuhe tragen.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
15:00
150min
Intersectional feminism / intersectional feminism
Vanessa

Wir werden uns gemeinsam die Wurzeln des Intersectional feminism erarbeiten.
Wo ist er entstanden?
Warum ist er entstanden?
Wer waren die Wegbereiter*innen?
Welche Intersections kann es geben?
An welchen intersections befinden wir uns selbst?
In welche Position bringen uns diese intersections?
Wenn du teilnehmen magst, denke bitte daran das es ein workshop ist. Das Wort 'work' ist hier besonders wichtig, da in jedem workshop in jeder Person ein innerer Arbeitsprozess angestoßen werden kann und auch soll.

workshops on queer-feminism
Tent 1
15:00
150min
Mapping body-territory: Learning from Latin American feminist praxis / Mapping body-territory: Von lateinamerikanischer feministischer Praxis lernen
Johanna Leinius

In Latin American struggles against mining and other extractivist projects, women have been active in defending their territories; in their practices defending their body and defending their land is closely connected. They argue that when the places they dwell in are violated, their bodies are affected, and when their bodies are affected, their places of dwelling are violated. The body, in their understanding, is the first territory that needs to be defended,

In developing strategies to confront the violence of mining and other extractivist projects, they have created bridges between feminism, ecology, nature, and specific territories. This allows them to look from both a holistic and sensory perspective at the environment and build practices that transform their lives.

In this workshop, we want to reflect on what we can learn from their struggles and their methodologies of resistance for understanding our own practices of resistance better. How are we linked to our territories and how does the body come in play in the web of relations each of us has built to other people, places, and beings? How do we experience territory? And how is our activism based on and linked to specific places and spaces?

Based on the guide “Mapping Body-Territory” that the feminist collective “Miradas críticas del Territorio desde el Feminismo” has kindly shared, we apply methodologies centered on the body that have allowed Latin American activists to facilitate the sharing of experiences between diverse women and in diverse spaces. With these methodologies, we link personal and organizational experiences with collective reflection to reflect on how to develop collective strategies of feminist resistance to extractivism and violence.

workshops on queer-feminism
Tent 3
15:00
150min
Migration und Privilegien / Migration and privilege
Klima-AG Service Civil International

Die Migration auf der Welt nimmt überall zu. Die einen bewegen sich aus Reise- und Abenteuerlust von Ort zu Ort, die anderen werden durch verschiedene Krisen und Notstände, die unter anderem durch den Klimawandel mitverursacht werden, dazu gezwungen. Dabei verstärkt der zunehmende Flugverkehr immens den Klimawandel, wodurch wiederum die Migration größer wird.
In dem Workshop geht es darum, diese beiden signifikant unterschiedlichen Formen der Migration zu vergleichen und in den Zusammenhang mit Privilegien zu setzen.
Zunächst werden wir die verschiedenen Diskurse um Migration genauer anschauen, uns damit auseinandersetzen, wer eigentlich wie und wohin migriert und wie die jeweilige Form der Migration von der Mehrheitsgesellschaft bewertet wird. Danach gehen wir darauf ein, wie verschiedene Privilegien mit den unterschiedlichen Formen der Migration. Ausgehend davon möchten wir Ansätze diskutieren, wie ein Umgang mit diesen Privilegien aussehen kann.

Workshops on other topics
Tent 6
15:00
150min
Mirrors for sale! / Mirrors for sale!
Jessica Valdez

As inhabitants of an often said globalized world and appealed to live in a multi-cultural society we hold this invitation to observe how our attitudes, habits and intentions may reproduce colonial patterns.

Therefore we would like to raise awareness around the phenomenon of “cultural appropriation”. We depart from the understanding that cultural appropriation is (1) when somebody adopts elements of a culture that is not their own (2) the meaning of this element is decontextualized, “emptied” or whitewashed (3) a power dynamic is present since members from a dominant culture are taking these elements from a culture of people who have been systematically oppressed by a dominant group.

Along this workshop we will approach this issue with the following questions:
- What is the relevance of “cultural exchange”, “cultural appreciation” and “cultural appropriation” in our daily life?
- How do I recognize the elements that feed cultural appropriation?
- How are colonial patterns traceable to nowadays?
- When I reflect on “healthier” and fairer attitudes. What can I shape in my behavior?

We will offer a space where we can have an open and brave verbal and non-verbal conversation on the topic. This issue will be approached via (1) a performative from the instructors, (2) short discussions around cultural appropriation and the lenses we see it through, namely the colonial matrix of power elaborated by the collective modernity/coloniality/decoloniality and (3) drawing from techniques from Theater of the Oppressed by Augusto Boal.

We hope that participants leave this space with the conviction to reflect on their consumption behavior and habits and with a grasp on how to dismantle discriminatory (and therefore harmful) structures which have been offering us illusions for so long.

Workshops on Antiracism
Main tent
15:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
15:00
150min
Weiberwirtschaft?! Der kleine aber feine Unterschied ... und seine Folgen / Women's economy - A small but significant difference and its consequences
Bakara Merle

In dem Workshop nähern uns intersektional und -aktiv dem Differenzdenken und seinen Konsequenzen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Relevanz feministischer Überlegungen für unsere Gesellschaft: Reproduktionsarbeit, d.h. zumeist unbezahlte Arbeit, die auf den Erhalt von Menschen ausgerichtet ist, ist immer noch hauptsächlich von Frauen verrichtet und bildet das Fundament der gesamten Gesellschaft und seiner Wirtschaftsform. Verschiedene feministische Überlegungen und Theorien werden eingeführt und ein Überblick über deren Vielfältigkeit vermittelt. Vorwissen ist egal, jedeRs ist voll-/willkommen.

workshops on queer-feminism
Tent 2
15:00
150min
What's a public good, and can you negotiate a climate deal? / Was ist Gemeingut, und ist ein Klimadeal verhandelbar?
Jobst Heizig, Jobst Heitzig

Greenhouse gas emissions reductions are a so-called public
good. Using some simple examples, we will try understanding what that means and
why it is so hard to get public goods realized. After a short input presentation
on the theory of public goods and climate economics, we will engage into a
role-play where each participant takes the perspective of a major player (a
country, group of countries, industry, NGO, science, the press) and tries to
negotiate a simple climate deal with the others, followed by an extensive
discussion of what can be learned from this exercise.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 7
15:05
15:05
150min
Silence Space – innerer Wandel bewirkt äußeren Wandel? / Silence Space - inner change causes outer change?
Kollektiv der Stille, Valerie Voggenreiter

Treten Sie ein, legen Sie sich ab und machen Sie es sich gemütlich. Was braucht es für eine nachhaltige Zukunft? Was fehlt, um unsere Zukunft neu zu denken? Die Antwort finden wir in der Stille! Sie bietet Raum für innere Transformation und damit auch für einen größeren Wandel - denn äußere und innere Transformation bedingen sich gegenseitig. Stille ist nicht die Abwesenheit von Lärm, sondern eine Haltung. Aber wo finden wir Stille in Zeiten beständiger Beschleunigung und unendlichem Wachstum? Mit unserem Projekt „Silence Space“ wollen wir der Stille einen symbolischen (und physischen) Raum in öffentlichen Orten geben.
Als Karawane der Stille werden wir eine Jurte auf dem Klimacamp aufstellen und das Publikum mit Achtsamkeit, Verinnerlichung, Austausch und Anregungen zum nachhaltigen Handeln inspirieren. Wir sehen in einem nachhaltigen Aktivismus zunächst die Verantwortlichkeit eines nachhaltigen Umgangs mit sich selbst. Tendenzen sich selbst zu übernehmen und von einem Orgatreffen zum nächsten zu hetzen, sind wohl jemensch von uns bekannt. Silence Spaces setzen in der Erfahrungswelt des Individuums an. Wie verhalten sich Wissen, intrinsische Motivation und nachhaltiges Aktiv-werden zueinander? Woher kommen Anstöße für soziale und ökologische Transformation in Richtung eines nachhaltigen Handelns? Wir wollen zum einen täglich ein Angebot an Workshops zur Tiefenökologie, Diskussionen und Achtsamkeitsschulungen anbieten, andererseits auch einen Ort des Rückzugs, der Stille und Ruhe ermöglichen. Außerhalb des Workshopangebots eröffnet der Silence Space demnach einen technikfreien Ort der Ruhe und des Schweigens, in dem keine Form der Erledigung praktiziert wird. Alle können ihrer eigenen Form der Verinnerlichung nachgehen, ohne andere einzuschränken: ausruhen, meditieren, beten, yoginieren – Alles ohne Input von außen. Schließlich sind Silence Spaces eine symbolische Erinnerung an unsere innere Stimme, die wir häufig verlernt haben zu konsultieren. Lasst uns lauschen!

Workshops on social-ecological transformation
Yurt
17:35
17:35
150min
Siebdruck
alle

Siebdruck

Creative Tent
20:00
20:00
120min
Care-Arbeit als Ressource imperialer Lebensweise / Care work as a resource for an imperial lifestyle
Ulrich Brand, Jacqueline Flora Mokouam Simo, Christa Wichterich, Juliane Karakayali

Imperiale Lebensweise bezieht sich neben der Ausbeutung von Arbeitskraft und Natur auch auf die Bereiche der sozialen Reproduktion im unbezahlten und zumeist unsichtbaren Care-Sektor. Der Fokus des Podiums soll auf eben dieser, in geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung geforderter Verantwortung der cis-Frauen* liegen. Am Beispiel von transnationalen Märkten für Betreuungsdienstleistung und Care-Migrant_innen sollen die Auswirkungen der imperialen Lebensweisen diskutiert werden. * „Cis“ bezeichnet Personen, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Referent_innen:

Die Entwicklungssoziologin und Geschlechterforscherin Christa Wichterich zeigt die Schnittstellen zwischen imperialer Lebensweise & Care-Arbeit auf, woraus sich eine feministische Globalisierungskritik herauskristalisiert, welche sich auf "Frauenarbeit" und der Sicherung von Überlebensgrundlagen (Livelihood) stützt.

Der Politikwissenschaftler Ulrich Brand greift in seiner Theorie die soziale & ökologische Frage gemeinsam auf und zeigt, wie eine imperiale Produktionsweise und Ressourcenextraktion aufgrund der sozialen Reproduktion aufrechterhalten werden kann.

Jacqueline Flora Mokouam Simo zeigt die direkten Auswirkungen auf unsichtbare Care-Arbeit auf. Ihre Arbeit stellt nicht nur eine Analyse der Verhältnisse dar, sondern konkretisiert sich auch in der Frage wie Haushaltsarbeit anders organisiert werden kann, sodass Versorgungslücken gefüllt werden.

Juliane Karakayali arbeitet zu transnationaler Migration und Care-Arbeit in Haushalten Pflegebedürftiger. Sie fokussiert dabei die zunehmende Beschäftigungsoption für transnationale Migrant_innen und geht der Frage nach, welche Handlungsstrategien die Migrant_innen im Umgang mit ihrer (meist) prekären Arbeitssituation entwickeln. (angefragt)

Moderation: Alexandra Gerber sieht eine Notwendigkeit darin, Care-Arbeit zu transformieren. Ihre Situation als Alleinerziehende prägt dabei ihre politische Arbeit.
Lilli Hauphoff versucht das Thema Klima mit anderen politischen Feldern zusammen zu denken, durch das Podium erhofft sie sich eine Stärkung der feministischen Kämpfe innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung.

Das Podium wird simultan gedolmetscht in Deutsch, Englisch und eventuell Spanisch.

Panels of the Degrowth Summer School
Main tent
20:00
45min
Puppentheater "Petit Chat Noir" / Puppet Theatre "Petit Chat Noir"
Oswald

Ein böser Zauberer beherrscht das Land. Wufffi Wuff der Müller Hund kann die Pacht für die Mühle nicht zahlen - der Zauberer will die Pacht oder seinen Pelz.
Der schwarze Kater weiß Rat- doch als er loszieht eine Lösung zu finden, erkennt er, dass das ganze Land in den Fängen des bösen Zauberers ist.
Gelingt es ihm diesen mächtigen Gesellen der Finsternis zu bezwingen? Wo ist die Prinzessin ?
Es gibt Hoffnung!! Den schwarzen Kater!

Programme for young people
youth-tent
22:10
22:10
90min
Jacqueline Boom-Boom
Jacqueline Boom-Boom

Jacqueline Boom-Boom shares on and off the stage a message of Universal Love... A message that seeks to connect us all through the beauty and power of music, dance, and the light inside each of us!
Jackie sings and performs danceable electronic pop beats, which are synthesizer-infused, and playful! With humor, passion and positivity, Boom-Boom's powerful vocals hit trippy highs and bring us not back down, but instead guide us to far away galaxies where the we get lost in loving madness and gratitude for being alive! A being who seeks to live outside all boxes, Jackie's performances speak new languages, touches us all over, and opens up A Universe of Love through music & performance!

Main tent
10:00
10:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
10:00
150min
Durch antirassistische Praxis gesellschaftliches Miteinander gestalten - eine praktische Reflexion / Shaping social interaction through anti-racist practice - a practical reflection
Ketie Saner, Fabian

Die Bedürfnisse aller berücksichtigen, Entscheidungen treffen, die alle zufrieden stellen – Ideale guten Miteinanders. Doch in der Realität in unseren Gruppen und Projekten sieht es oft anders aus: Wir erfahren im Alltag immer wieder, wie herausfordernd es sein kann, unterschiedliche Personen zusammenzubringen. Oft fällt es uns schwer, andere Menschen in ihren Fähigkeiten wertzuschätzen. Die Folge sind offene oder implizite Spannungen und Konflikte, Ausschlüsse und Unsichtbarkeiten von Personen, Hierarchien sowie Machtstrukturen in der Gruppe.

Wir wollen antirassistisch sein und handeln. Doch wir müssen immer wieder feststellen, wie sehr wir Rassismus durch unsere Sozialisation verinnerlicht haben. Im gemeinsamen Dialog und durch praktischen, erfahrungsorientierten Aktivitäten wollen wir in diesem Workshop darüber nachdenken und sprechen, was Rassismus ist und wie wir ihm begegnen können. Wie aus unserer anti-rassistischen Grundeinstellung täglichen antirassistisches Handeln werden kann.

Workshops on Antiracism
Tent 3
10:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
10:00
150min
Flucht und Migration in Europa und weltweit / Flight and migration in Europe and worldwide
Kristian

In diesem Workshop möchten wir für die Ursachen und Umstände von Flucht nach Europa und weltweit sensibilisieren. Es werden Zahlen und Fakten zum Beispiel zu Herkunfts- und Zielländern und zu Mustern von globalen Fluchtbewegungen auf interaktive Art und Weise vermittelt. Die Teilnehmenden nehmen die Perspektive von Flüchtenden ein und hinterfragen ihre eigenen Privilegien. Außerdem wird es ganz konkret um verschiedene Stationen entlang der Fluchtrouten in Europa gehen, an denen wir von Rigardu selbst in Form von humanitären Aktionen tätig waren.

Programme for young people
youth-tent
10:00
150min
Fossil Free - Lokale Kampagnen für eine Welt ohne Kohle, Öl & Gas / Fossil Free - Local campaigns for a world without coal, oil & gas
Katja George, Kate Cahoon

Das Bewusstsein für Klimathemen auf lokaler Ebene war noch nie höher - dank Fridays for Future und neuen Akteure wie Extinction Rebellion, die die Dringlichkeit der Klimakrise stärker hervorheben und uns zum Handeln aufrufen. Gleichzeitig werden auf lokaler Ebene noch immer klimazerstörende, fossile Infrastrukturprojekte - wie die LNG Terminals in Norddeutschland oder Kohlekraftwerke - gebaut und betrieben.

In über 30 Städten in Deutschland und weltweit engagieren sich Fossil Free Lokalgruppen für Divestment. Damit wollen sie erreichen, dass Städte, Unis, Banken, Kirchen und viele andere öffentlichen Einrichtungen nicht länger in fossile Unternehmen investieren. Zuletzt, im Mai 2019, war Fossil Free Heidelberg damit erfolgreich: Die Stadt hat nach einer längeren Kampagne der Gruppe entschlossen, kein Geld mehr in Waffen und Kinderarbeit sowie in Kohle, Öl und Gas zu investieren.

Aufbauend auf den Divestment-Erfolgen können wir noch stärkere lokale Beschlüsse durchsetzen. In dem Workshop werden wir mit euch konkrete Möglichkeiten erarbeiten, aktiv zu werden und Kampagnen zu starten, die eine gerechte Energiewende von unten ermöglichen, neue Kohle-, Öl- und Gasprojekte verhindern und den Ausstieg aus bestehenden Projekten beschleunigen. Außerdem wollen wir gute Beispiele zeigen, wie Klimagerechtigkeit in die praktische Kampagnenarbeit einfließen kann und wie wir diverse, starke Gruppen aufbauen können.

Der Workshop soll euch dazu befähigen eigene Workshops in eurer Stadt oder Gemeinde anzubieten, damit sich Menschen vor Ort zusammentun, um starke lokale Beschlüsse gegen die Klimakrise zu erkämpfen. Dazu lernt ihr im Workshop das notwendige Handwerkszeug zum Anbieten eines eigenen Workshops, zur Mobilisierung auf lokaler Ebene und zum Schaffen von diversen Gruppen. Der Workshop soll so interaktiv und abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden, z.B. durch Storytelling-Methoden, Spiele und Gruppenübungen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
10:00
150min
Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gut? / Economy fine, everything fine?
Laura Porak

In unserer Gesellschaft wird Wirtschaftswachstum mit dem guten Leben gleichgesetzt, doch war das schon immer so? In diesem Workshop wollen wir uns kultur- und ideengeschichtlich mit dem Begriff des Wirtschaftswachstums auseinandersetzen. Gemeinsam möchten wir uns auf Spurensuche eines heute hegemonialen Konzepts begeben, von dem wir heute wissen, dass es verheerende Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft hat. Dabei werden wir uns stets zwischen der allgemeinen Sozialgeschichte und der Theoriegeschichte der Ökonomik bewegen. Im Workshop möchten wir anhand einer kurzen Textarbeit in Austausch über scheinbar Selbstverständliches kommen und versuchen, von der Geschichte des Wachstums zu neuen Möglichkeiten der Wachstumskritik im Hier und Jetzt zu gelangen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 1
10:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
10:00
150min
Rassismuskritisch denken. Eine Einführung / Thinking anti-racist - An introduction
Darnell Johnson

Der Workshop für Personen, die ihr weiß-sein kritisch hinterfragen möchten, wird Rassismus als Analysekategorie gehändelt und als gesellschaftliches Machtverhältnis veranschaulicht und methodisch erarbeitet.
Eine Anti-Rassistische Haltung erfordert Anti-Rassistisches Handeln. Dafür ist eine Auseinandersetzung mit vorherrschenden Strukturen und die Verortung dieser, innerhalb der individuellen, gelebten Realitäten sowie den eigenen Handlungsweisen von Nöten. Der Workshop soll einen Raum bieten, in dem jede teilnehmende Person sich mit sich selbst auseinandersetzen kann und wir diese Prozesse wertschätzen. Selbstreflexion erfordert ein hohes Maß an Mut weshalb Formen von Sozialer Sanktionierung in diesem Workshop fehl am Platz sind.

Workshops on Antiracism
Tent 6
10:00
150min
Soziale Ökologie und Demokratischer Konförderalismus / Social Ecology and Democratic Confederalism
fee, Miran Cudi

**Ziele des Workshops. * Die kurdische Bewegung, Rojava und ihre Ideen besser bekannt zu machen. * Die kurdischen Strukturen in Europa und Make Rojava Green Again besser bekannt machen und als Akteure in politischen Fragen auch in Europa präsentieren. * Beitrag zu den aktuellen ideologischen Diskussionen in der Klimabewegung über das Verständnis der Krise, die Ziele der Bewegung und ihre Methoden. * Perspektiven für die Organisation der Bewegung eröffnen * Internationalistische Dimension des Kampfes

Der Vortrag ist in fünf Punkte unterteilt, die wir mit euch besprechen möchten.

  1. Krise der kapitalistischen Moderne
  2. ideologische Grundlagen, von denen wir ausgehen - Sozialökologie
  3. demokratischer Konföderalismus und Sozialökologie
  4. die Bedeutung und Rolle der Jugendlichen
  5. Lösungen für die ökologische Krise - konkrete Perspektiven

Ein von der Natur entfremdeter Mensch ist entfremdet von und zerstört sich selbst - kein System hat diesen Zusammenhang deutlicher gezeigt als die kapitalistische Moderne.

In diesem Workshop wollen wir die ideologischen Grundlagen der Sozialökologie und des demokratischen Konföderalismus vermitteln, die Bedeutung und Rolle der Jugend ansprechen und konkrete Perspektiven für Lösungen der ökologischen Krise präsentieren und diskutieren.


**Goal of the workshop. * To make the Kurdish movement, Rojava and their ideas better known. * Make the Kurdish structures in Europe and Make Rojava Green Again better known and present them as actors in political questions also in Europe. * Contribution to the current ideological discussions in the climate movement about understanding the crisis, goals of the movement and methods * Opening up perspectives for the organisation of the movement * Internationalist dimension of the struggle

The lecture is divided into five points, which we would like to discuss with you.

  1. Crisis of Capitalist Modernity
  2. ideological foundations from which we proceed - social ecology
  3. democratic confederalism and social ecology
  4. the importance and role of the youth
  5. solutions for the ecological crisis - concrete perspectives
    A person alienated from nature is alienated from and is destroying himself - no system has shown this connection more clearly than capitalist modernity.
Workshops on social-ecological transformation
Tent 5
10:00
150min
Technik Skills für den Aktivist*innen Alltag / Tech skills for activistis' everyday life
ariari

Im offenen Werkstatt-Zelt von she*fix & friends könnt ihr...

  • Werkzeuge ausprobieren - z.B. Akku-Schrauber/Bohrer, Flex/Winkel-/Trennschleifer, Schweiß-Geräte, Löten, etc.;
  • Dinge reparieren - Fahrrad, Auto, Solarlampe, Camp-Infrastruktur, etc.;
  • mit Technik, Werkzeug & Material experimentieren und kreativ werden;
  • Skills teilen, zusammen arbeiten, stark werden. Neugierig zuschauen, Wissen und Erfahrungen austauschen und dabei voneinander lernen.

Ihr findet uns jeden Tag (Montag bis Freitag) auf dem Vorplatz des Gemeindehauses / der alten Feuerwache.

Vormittags 10-12 ist die Werkstatt als Raum gedacht zum Empowerment für FrauenLesbenTransIntersex* (d.h. FLTI* only ohne cis-Männer). In diesem geschützten Raum, möchten wir Frauen* bestärken, selbstbewusst mit technischen Problemen & Werkzeugen umzugehen und sie befähigen sich in oft männlich dominierten Räumen zu behaupten.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
10:00
150min
Volt ihr Watt? - Was Strom ist und was nachhaltige Stromversorgung sein könnte / Power! - basics about electrical power and sustainable supply
Jette & Nadine

Ohne Strom läuft‘s nicht und wie das mit dem Strom gerade läuft, taugt nichts. In diesem Workshop schauen wir uns erst einmal an, wie „Strom“ überhaupt funktioniert. Wir klären Begriffe und Abkürzungen, die überall stehen aber oft doch keine*r so genau mehr weiß, was sie bedeuten. Wir betrachten ein bisschen genauer, wie der Strom „läuft“, wie Stromnetze grob funktionieren und was das bedeutet, wenn wir eine ökologischere und demokratischere Stromversorgung anstreben. Aktuell werden in dem Zusammenhang drei verschiedene Strategien diskutiert und umgesetzt: Geräte effizienter machen, Strom aus erneuerbaren Energien und „Suffizienz“, d.h. weniger Strom verbrauchen. Wir diskutieren, welche Rolle diese drei Herangehensweisen spielen und erklären am Beispiel Photovoltaik was das Potenzial und die Herausforderung bei einer dezentralen Stromversorgung ist.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 4
10:00
150min
Working with the just transition discourse in the global south - examples from Vietnam / Mit dem 'gerechter Übergang Diskurs' im globalen Süden arbeiten - Beispiele aus Vietnam
Yvonne

The concept of a just transition is widely used in the Global North. But which challenges arise when we try to work with concepts like “just transition” that originated in the Global North and how we can create alliances with progressive actors in the Global South to promote decarbonisation and social justice at the same time?

Workshops on social-ecological transformation
Main tent
10:00
150min
Zukunft für Alle - Schule ohne Abschiebung / Future for All - School without Deportation
Schule ohne Abschiebung

Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dieses Recht wird jedoch durch Abschiebung, die Angst vor der drohenden Ausweisung und das Leben in permanenter aufenthaltsrechtlicher Unsicherheit beschnitten. Zukunft für Alle - Schule ohne Abschiebung ist eine bundesweite Kampagne - zusammen mit Jugendlichen, Schulen, Initiativen und Organisationen wollen wir die Situation von Kindern und Jugendlichen ohne sicheren Aufenthalt verbessern. Beim Workshop beschäftigen wir uns damit, welche Formen der Unterstützung, der Mobilisierung und des Protest wir nutzen können, um dieses Ziel zu erreichen.

Workshops on other topics
Tent 7
14:45
14:45
200min
Stop Cospuden 90
Thomas Thiel, ehem. Bürgerinitiative Stop Cospuden

Eine Zeitreise zurück zum Braunkohlewiderstand. Zwei Aktive von damals berichten am Ort des Geschehens darüber, wie eine Bürgerinitiative 1990 einen Braunkohletagebau im Südraum von Leipzig stoppte, über die Arbeit der BI, die zähen Verhandlungen und den letztlichen Erfolg des  Widerstandes.

Treffpunkt: Bushaltestelle Dorfmitte
Startpunkt Exkursion: tba
Logistik: Fahrrad notwendig, Zugticket notwendig, Radtour mit der Gruppe zum Bahnhof Neukieritsch, Fahrt mit S Bahn zum Treffpunkt in Leipzig, Kosten: ca 5€ für S Bahn Ticket pro Fahrt

Excursion
Excursions 2
15:00
15:00
150min
(Built) Environment Justice: Exploring our Neighborhoods for Exclusionary Practices through Map-making / (Konstruierte) Umweltgerechtigkeit: Erforschung ausgrenzender Praktiken durch Karten
Puneet Bansal

“We shape our buildings. Thereafter, our buildings shape us.”

Societies infuse their ideas and values in the way they live and the places they live. This is one of the reasons why architecture and cities are an important resource to learn about past societies. They also mirror the society’s various divisions based on gender, race, caste and class.

If biases and discriminatory practices form a part of the things embedded in our built environment, they may influence the worldviews and behaviour of people who inhabit them, which are carried on into the future consciously or subconsciously, becoming a part of the norm.

What may be the impact of such exclusionary practices? Do they only lead to segregation of one identity from another, or do they also restrict the access of the marginalized/suppressed groups to the common resources and infrastructure?

Local environment and access to natural resources have played a critical role in the comparative development of different societies. How does this play out on a micro level in the comparative development of different groups within a single society?

To continue this discourse, we will explore the presence of such exclusionary practices in our own neighbourhoods by making their qualitative maps on different scales. We will mark the spaces used and occupied by marginalized groups and the physical elements that contribute to their segregation on these maps. These will be juxtaposed to various civic and social infrastructures and natural resources, to generate patterns of physical manifestations of social exclusion in the built environment.

Each participant will then share their findings. We shall deliberate upon the ideas of social, environmental, and ‘spatial’ justice, and try to imagine how we can have more equitable, sustainable and inclusionary models of development. The open-ended discussion will be interjected with examples and case studies.

Workshops on social-ecological transformation
Main tent
15:00
150min
1.5 Grad! – Geoengineering, technofixes und koloniale Kontinuitäten / 1.5 degrees! - Geoengineering, technofixes and colonial continuities
Imeh, Janine

Mit der Drohkulisse der Alternativlosigkeit, das 1.5-Grad-Ziel anders nicht erreichen zu können, wird in zunehmendem Maße die Entwicklung von großmaßstäblichen Technologien vorangetrieben. Der Vielzahl an Technologien, die unter dem Begriff Geoengineering diskutiert werden, ist gemein, dass sie im großen Stil in das Erdsystem eingreifen, unerprobt und hochriskant sind, und bereits jetzt Menschen und Ökosysteme stark beeinträchtigen. Zudem ist die Mehrheit der Geoengineering Technologien mit einem immensen Flächen-, Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden. In diesem globalen Masterplan zeichnet sich eine ungleiche Verteilung der Kosten und Risiken entlang kolonialer Kontinuitäten zulasten derjenigen ab, die am wenigsten zu der sozial-ökologische Krise beigetragen haben.
Im ersten Teil des Workshops wollen wir uns daher kritisch mit Geoengineering-Technologien und der „technofix“-Mentalität, auf der sie beruhen, auseinandersetzen. In dem zweiten Teil gehen wir der Frage nach, wie die Kosten und Nutzen dieser Großtechnologien global verteilt sind. In einem dritten Teil wollen wir uns mit alternativen Ansätzen beschäftigen, die im klimapolitischen Mainstream systematisch vernachlässigt werden.

Ein Workshop von Janine Korduan und Imeh Ituen der Heinrich-Böll-Stiftung

Workshops on social-ecological transformation
Tent 7
15:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
15:00
150min
Der NSU-Komplex: Kein Schlussstrich nach dem Prozess / The NSU complex: the case is not closed
Lars, Marlene

Nach mehr als fünf Jahren „NSU-Prozess“ in München wurde im Juli 2018 ein Urteil gesprochen. Für mehrere Angeklagte fiel dieses so mild aus, dass es von Neonazis auf der Besucherinnentribüne beklatscht wurde. Für die Angehörigen und Opfer ist dieses Urteil „ein weiterer Schlag ins Gesicht“ (Elif Kubaşık, Ehefrau des vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık). Auch die von ihnen gewünschte Aufklärung hat der Prozess nicht gebracht. Wer gehört(e) noch zum NSU-Netzwerk? Welche Rolle spielte der Verfassungsschutz? Aus diesem Grund fordern Angehörige und Aktivistinnen, keinen Schlussstrich unter den NSU-Komplex zu ziehen, sondern alle, die den NSU möglich gemacht haben, zur Verantwortung zu ziehen.

Doch was ist der NSU-Komplex? Zwischen 2000 und 2007 wurden in Deutschland zehn Menschen von einem Neonazi-Terrornetzwerk namens „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordet, neun von ihnen aus rassistischen Motiven. Die Täter*innen wurden im Kreis der Angehörigen gesucht, obwohl viele von diesen bereits damals als Motiv Rassismus vermuteten und entsprechende Hinweise gaben. Die Demos, die sie deswegen organisierten, wurden von einem Großteil der Bevölkerung nicht wahrgenommen. Stattdessen haben viele erst 2011 mit der Selbstenttarnung des NSU bemerkt, dass es rechten Terror in Deutschland gibt.

In dem Workshop möchten wir über die verschiedenen Bestandteile und Hintergründe des NSU-Komplexes ins Gespräch kommen. Mit einem Ausblick auf aktuelle Kämpfe der gesellschaftlichen Aufklärung und Aufarbeitung des Komplexes werden wir den Workshop beenden.

Workshops on Antifascism
Tent 5
15:00
150min
Eindrücke von der US-amerikanischen Klimabewegung - Bericht von der Vortragstour «Scaling up the Resistance » / Impressions from the U.S. American climate movement
Dorothee Häußermann, Christopher Laumanns

Auf Einladung von Rising Tide North America sind wir im Februar und März diesen Jahres zu viert durch die USA getourt und haben Vorträge über « Geschichten und Strategien der deutschen Klimabewegung » gehalten. Dabei lag der Schwerpunkt auf Massenmobilisierungen. Eine Tour ging an der Westküste entlang, die zweite Tour führte in Städte an der Ostküste, durch die Appalachen und nach Minnesota. Wir waren bei unterschiedlichen US-amerikanischen Klimagruppen zu Gast. Wir haben Menschen kennengelernt, die gegen Kohle-Abbau durch Mountain Top Removal kämpfen oder gegen eine Pipeline, die mitten durch ein indigenes Reservat gebaut werden soll. Wir haben mit Aktiven des Sunrise Movement darüber diskutiert, ob soziale Bewegungen ohne Hierarchien effektiv sein können und ob wir Hoffnung auf Bernie Sanders setzen sollen. Und wir haben wir uns die Köpfe heiß geredet, ob eine Aktion wie « Ende Gelände » in den USA möglich wäre oder ob es in Deutschland eine Green New Deal Bewegung braucht. Diesen reichhaltigen Erfahrungsschatz möchten wir gerne mit euch teilen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 4
15:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
15:00
150min
Europaletten-Kuhfuß-Säge-Hammer / Euro Pallets-Crowbar-Saw-Hammer
Cosmo

Wir werden alte Paletten zerlegen und daraus sinnvolle Dinge bauen.

Anhand praktischer Anwendungen werdet ihr den Umgang mit Handwerkzeugen zur Holzbearbeitung erlernen oder vertiefen:

  • Kuhfuß: auch bekannt als Brecheisen. Super um Paletten auseinander zu hebeln.
  • Säge: Gabs auch schon bevor es Strom gab.
  • Zimmermannshammer: Kann Nägel herausziehen und hereinschlagen.
  • Nägel: Schneller und billiger als Schrauben

Bitte feste Schuhe tragen.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
15:00
150min
Globaler Gesellschaftswandel statt planetare Klimaerwärmung! Überblick über anarchistische Prinzipien und ihr Potenzial zu radikalen gesellschaftlichen Veränderungen / Global Change of Society
Jonathan Eibisch

Das Nachdenken über alternative Gesellschaftsformen, die ein nicht-zerstörerisches Zusammenleben ermöglichen und ihre experimentelle Verwirklichung im Kleinen hat eine lange Tradition. Viele Menschen würden der Aussage zustimmen, dass dem Klimawandel nur effektiv begegnet werden kann, wenn grundlegende Veränderungen in der heutigen Gesellschaftsstruktur vorgenommen werden. In den Vorstellung, wie dies geschehen kann und soll oder wer wie handeln müsste, scheiden sich freilich die Geister. Noch deutlicher gehen die Meinungen auseinander, wenn mit der Forderung nach Klimagerechtigkeit deutlich gemacht wird, dass Menschen sehr unterschiedlich für die ökologische Katastrophe verantwortlich sind und darunter leiden müssen.

Weil Klimawandel alle Menschen angeht und mit Kapitalismus, politischer Herrschaft, Patriarchat und gewaltsamen Konflikten verknüpft ist, kann auf vernünftige Weise die Frage gestellt werden, was anarchistische Gesellschaftskonzepte anzubieten haben, um eine lebenswerte Welt für alle aufzubauen. Dazu können anarchistische Prinzipien von Dezentralität, Autonomie, Föderalismus, Freiwilligkeit und Horizontalität betrachtet werden. Dabei geht es nicht darum, eine neue Gesellschaft am Reißbrett zu konstruieren, sondern solche Vorstellungen zunächst in sozialen Bewegungen selbst umzusetzen.

Zunächst wird es einen Input zu anarchistischen Prinzipien geben, bevor wir in kleinen Gruppen schauen, wo diese bereits umgesetzt werden und wo nicht. Anschließend möchte ich mit euch (selbstverständlich kritisch und gern kontrovers!) diskutieren, inwiefern die Klimagerechtigkeitsbewegung oder andere emanzipatorische Bewegungen sich stärker an anarchistischen Organisationsprinzipien ausrichten können und sollten.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
15:00
60min
Kaffekapselschmuck
Janine

Kaffeekapseln sind eine der vielen unnötigen Erfindungen des Kapitalismus. In diesem Workshop könnt ihr lernen daraus schönen Schmuck und Anhänger zu basteln und so zumindest ein kleines schönes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft mit euch herumtragen.

Creative Tent
15:00
150min
Klimakrise und Rechtsruck: Eine Einführung / Climate crisis and political shift to the right. An introduction.
Prisma(iL Leipzig), URA Dresden

Trump steigt beim Klimaschutz aus, Bolsonaro fällt den Regenwald, die AfD fördert fleißig Diesel und Kohle. Zeitgleich stehen in Ostdeutschland Landtagswahlen an, bei denen der Aufstieg der AfD wohl weiter gehen wird. Ob die Rechten jetzt den Klimawandel leugnen, für sich entdecken oder ein eigenes Verhältnis zur Umwelt haben: Darüber wollen wir mit euch im Workshop ins Gespräch kommen und gemeinsam daran arbeiten. Dabei fragen wir uns: Wie hängen Rechte und das Klima zusammen? Welche Perspektive gibt’s es in der Rechten auf Klimathemen und wie sind diese ideologisch verknüpft? Und welchen Bezug haben Antifa- und Klimabewegung eigentlich?

Workshops on Antifascism
Tent 1
15:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
15:00
150min
Othering in der Migrationsarbeit / Othering within migration work
Kristian

Der Zusammenhang zwischen Hilfe und Rassismus wird am deutlichsten in postkolonialen Kritiken an der Entwicklungshilfe formuliert. Die Hilfe konstruiert die Rollen des aktiven und wohltuenden Helfenden und des passiven, unfähigen Geholfenen, und verstärkt somit rassistische Denkmuster und Machtstrukturen. Viele linke Gruppen lehnen aus diesen Gründen Entwicklungshilfe ab und plädieren für Solidarität anstatt Hilfe.

Doch wie sieht es eigentlich in der linken Migrationsarbeit im In- und Ausland aus? Werden wir unserem Anspruch an Solidarität gerecht oder leisten wir doch verkappte Hilfe? Welche Rollen schreiben wir Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund zu und was ergibt sich daraus für unsere (Zusammen-)arbeit? Welche vorherrschenden Stereotypen verstärken wir durch unsere Öffentlichkeitsarbeit und Spendenaktionen? Und vor allem, wie können wir es besser machen?

Dieser Workshop ist in erster Linie ein Austausch. Wir von Rigardu haben mehrere Jahre lang humanitäre Projekte auf der sogenannten „Balkanroute“ umgesetzt und spüren dieses Problem in unseren weißen Vereinsstrukturen. Wir werden einige Inputs und Methoden vorbereiten um dann den Großteil der Zeit für einen Gedankenaustausch mit Euch zu nutzen.

Workshops on Antiracism
Tent 6
15:00
150min
Weidenflechten / Willow weaving
Marco

Wir flechten mit Weide und Peddingrohr selber kleine Körbe oder ein Tablett. Das Geflochtene kann mitgenommen werden.
Ab 5 Jahre und für maximal 6 Teilnehmer*innen.

Programme for young people
Construction playground
15:00
150min
Wer wandelt hier wen? Frauen*(power) & Das Klima. / who changes whom? Women, power & the climate.
Lara, Svenja

Nach kurzer Vorstellungsrunde, Kennenlernspiel und Abfrage von Wünschen und Erwartungen steigen wir spielerisch ins Thema mit den Jugendlichen ein. Unsere Methode dafür wird ein Quiz sein. Die Teilnehmenden werden in Kleingruppen aufgeteilt und Fragen beantworten. Beispielsweise: „Wie viel des weltweiten Ackerlandes besitzen Frauen*?“. Das Spiel dient dazu anschaulich auf Konzepte wie Klimagerechtigkeit, Sorgearbeit und Intersektionalität hinzuleiten. Diese sollen im Anschluss niedrigschwellig durch einen interaktiven Vortrag erklärt und in Zusammenhang gebracht werden. Danach soll es um Betroffenenperspektiven gehen. In Kleingruppen werden die Jugendlichen Beispiele von Communities und Gruppen herausarbeiten. Ergebnisse werden die Teilnehmenden in großer Runde vorstellen und diese zusammen auswerten. Hier geben wir Raum für Diskussion. Nach einer Pause möchten wir aktivistische Gruppen und Einzelpersonen sowie deren Aktivismus vorstellen. Dies wird mit der Methode „Solidaritäts-Memory“ geschehen, welches zu couragiertem Handeln motivieren soll. Ist noch zeitlich Raum dafür, würden wir gerne mit dem Spiel „Wünsche verteidigen“ abschließen, um zu zeigen Wünsche und Utopien gehören zu einem nachhaltigen Aktivismus dazu. Als letztes beenden wir den Tag hochmotiviert mit einem beidseitigen Feedback. ?

Programme for young people
youth-tent
15:00
150min
Zukunft für alle - klimagerecht. sozial. machbar. / Future for all - just. social. possible.
Kai Kuhnhenn

Im Workshop wollen wir gemeinsam darüber nachdenken und diskutieren, wie eine sozial-
ökologische Vision und Transformation aussehen kann, die über die kapitalistische und extraktivistische Wachstumsgesellschaft hinausweist.

Der Workshop besteht aus drei thematischen Teilen, die sich an folgenden Fragen orientieren:
1. Wie sieht meine persönliche Vision für 2048 aus?
2. Wie können unterschiedliche Gesellschaftsbereiche anders gedacht werden?
3. Welche Rolle können soziale Bewegungen für eine sozial-ökologischen Transformation spielen.

Begonnen wird mit einem offenen, inspirierenden Raum, um eigene Visionen für die Zukunft zu entwerfen. Grundlage des zweiten Teils sind die ersten Ergebnisse des Projekts „Zukunft für alle: gerecht – ökologisch –
machbar“. Im Rahmen dieses Projekts gestaltet das Konzeptwerk 2019 Zukunftswerkstätten zu ca.
15 zentralen gesellschaftlichen Bereichen. Hierbei geht es um zwei wesentliche Fragen: In welcher
Gesellschaft wollen wir leben? Und wir kommen wir dahin?. In diesem Workshop auf dem
Klimacamp wollen wir Ergebnisse der ersten Zukunftswerkstätten wie z.B.
Sorgearbeit, Energie und Klima, Digitalisierung, Wohnen und Mobilität vorstellen, diskutieren und gemeinsam Leerstellen füllen. Neben den Visionen soll auch der Frage nach der Rolle der Klimagerechtigkeitsbewegungen für eine sozial ökologische Transformation nachgegangen werden.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 3
16:05
16:05
60min
Fahrradschläuche Upcyclen
Podium

Fahrradschläuche sind vielseitig einsetzbar, findet mit uns gemeinsam heraus was aus ihnen entstehen kann.

Creative Tent
17:30
17:30
150min
Siebdruck
alle

Siebdruck

Creative Tent
20:00
20:00
60min
Solokabarett Sunna Huygen - Horizont / Solo Cabaret: Sunna Huygen - Horizont
Sunna Huygen

HORIZONT, geschnitten oder am Stück - Solokabarett mit Politik und Poesie von Sunna Huygen
Sie schielt über den eigenen Tellerrand, sucht Wege, übt Populismus und fragt, ob es reicht, dass immerhin der Himmel für alle da ist. Vielleicht hilft Poesie dabei, weiter zu gucken als nur bis zum nächsten sexistischen Spruch. Oder backen? Und wenn die Gesellschaft nach rechts rutscht, was sehen wir dann, wenn wir nach oben gucken?
Unterm Horizont gelacht und gebrüllt von Sunna Huygen.

Culture programme of the Degrowth Summer School
Main tent
21:00
21:00
120min
Konzert / concert: Arbeitstitel Tortenschlacht
Arbeitstitel Tortenschlacht

Das Duo tourt mit Geige, Melodica, und Gitarre durch die Gegend, und hat rebellische Lieder im Gepäck. Wo sie aufschlagen gibt es folkige Musik, bissige Texte und eine ordentliche Portion Torte; mit Schmackes geworfen in Richtung der Mächtigen, der Menschenfeinde und der Ignoranz. Arbeitstitel Tortenschlacht macht in Handarbeit Aufmucke, fabriziert Revolutions-Kitsch und kocht Weltschmerz-Medizin.

Culture programme of the Degrowth Summer School
Main tent
09:00
09:00
660min
Bannergestaltung / Aktionsvorbereitung
alle

Bannergestaltung / Aktionsvorbereitung

Creative Tent
10:00
10:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
10:00
150min
CO²lonisation – Zusammenhänge zwischen kolonialer Ausbeutung, Klimawandel und globaler Ungerechtigkeit / CO²lonisation - Links between colonial exploitation, climate change and global injustice
Coletta und Linda

Postkoloniale Perspektiven sehen Kolonialismus nicht als ein abgeschlossenes Kapitel der (deutschen) Geschichte, sondern gehen von einem Fortwirken kolonialer Strukturen, Gedanken und Bilder bis in die Gegenwart aus. Koloniale Expansion und Ausbeutung haben nicht nur massiv die kolonisierten Gesellschaften geprägt, sondern auch die kolonisierenden. Aus postkolonialer Perspektive thematisieren wir in diesem Einführungsworkshop rassistische Zustände der Gegenwart in Deutschland und blicken auf globale Ungleichheit und die Ausbeutung von ökologischen Ressourcen und Arbeitskraft. Die Aufarbeitung des (deutschen) Kolonialismus finden wir wesentlich, um rassistische Stereotype, die in der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft verbreitet sind als solche aufzudecken und ihnen entgegenzutreten.

Workshops on Antiracism
Tent 6
10:00
150min
Capitalism kills - Imperialism, Competition and the Destruction of humanity and nature / Capitalism kills - Imperialismus, Konkurrenz und die Zerstörung von Mensch und Natur
Chris Kramer, ArbeiterInnenmacht

The destruction of the environment and the natural basis of life on earth continues unabated and is becoming more and more threatening.
While interventions in and use of the environment for human needs are necessary and would persist in a classless society, it is capitalism that destroys the environment for the sake of profits out of its limitless urge for capital accumulation. The world's major powers and corporations benefit from this and stubbornly refuse to take effective measures to change course. The incompatibility of capitalist "development" with the preservation and restoration of a desirable state of the environment for human societies becomes particularly clear here.
Capitalism has developed globally into a system of environmental imperialism. The exploitation in the semi-colonial countries is intensified to a large extent without consideration of the ecological and social consequences in order to increase the profits in the imperialist centers. The socio-ecological effects are systematically outsourced to countries of the "periphery".

We want to deal with the political and economic foundations of this system, which is inextricably linked to environmental destruction, exploitation, nationalism and war, and analyze the fundamental contexts of environmental imperialism. - Beyond that we want to dedicate ourselves to the question why and how the struggle against the destruction of the natural bases of life of mankind can and must be connected with the struggle against capitalism.

The workshop will be based on a text that will serve as a basis for discussion and will be presented in an introductory presentation, followed by an open, two-part discussion. The first part deals with the analysis of environmental imperialism, the second with the practical consequences we can draw from it.

Workshops on social-ecological transformation
Main tent
10:00
150min
Demokratische Entscheidungsfindung für Gruppen als Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation / Democratic decision-making for groups as a contribution to social transformation
Ketie Saner, Fabian

Die Bedürfnisse aller berücksichtigen, Entscheidungen treffen, die alle zufrieden stellen – Ideale guten Miteinanders. Doch in der Realität in unseren Gruppen und Projekten sieht es oft anders aus: Wir erfahren im Alltag immer wieder, wie herausfordernd es sein kann, unterschiedliche Personen zusammenzubringen. Oft fällt es uns schwer, andere Menschen in ihren Fähigkeiten wertzuschätzen. Die Folge sind offene oder implizite Spannungen und Konflikte, Ausschlüsse und Unsichtbarkeiten von Personen, Hierarchien sowie Machtstrukturen in der Gruppe.

Wir wollen in dem Workshop durch praktischen, erfahrungsorientierten Aktivitäten ausprobieren und lernen, wie wir gemeinsam demokratische Entscheidungen treffen können. Wir wollen darüber nachdenken und sprechen, wie Entscheidungsfindung im demokratischen Miteinander zum gesellschaftlichen Wandel beitragen kann.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 3
10:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
10:00
150min
Kaufst du mir das ab? - Konsumkritik und darüber hinaus / Consumer criticism and beyond
Kristian, Jenny

Du hast die Klimakrise als drängendes Problem unserer Zeit erkannt und weißt, dass etwas getan werden muss? Du versuchst, deinen eigenen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, aber hast das Gefühl, dass das alles nicht reicht? Du willst gerne über deine eigenen Konsumentscheidungen hinaus aktiv werden und Menschen zum Umdenken und Handeln anregen? Oder du bist schon aktiv aber nicht sicher, ob dein Weg für dich der richtige ist?

In diesem Workshop möchten wir uns zunächst mit den Aspekten der Konsumkritik und der damit verbundenen Konsumkritik-Kritik auseinandersetzen, bevor wir uns dann in die Rollen verschiedener gesellschaftlicher Akteur*innen hineinversetzen wollen. Diese Annäherung an die unterschiedlichen (Handlungs-)Motive nutzen wir, um an den "richtigen" Stellen argumentieren und handeln zu können. Anschließend wird es Raum für einen gegenseitigen Austausch geben, um (konkrete) Ideen für umfassende und aktive Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
10:00
150min
Nachhaltig aktiv in Gruppen / Work together well in the long term as a group?
Jörg, Wendy

Wie wird aus einem "Läuft schon ok bei uns." eigentlich ein "Ich fühl mich richtig gut hier!" ?
Die Arbeit in einer Gruppe bleibt nie unverändert, sondern bewegt sich in einem Prozess abhängig von Bedürfnissen, Zielen, Positionierungen und anderen Aspekten, die die Gruppenmitglieder individuell und kollektiv ausmachen und bewegen.
Jede Gruppe hat dadurch ihre ganz eigene Dynamik, die von den Beteiligten beeinflusst wird.
Gruppendynamik und Atmosphäre haben eine erhebliche Bedeutung für die Arbeit der Gruppe und ihre Entwicklung.
In politischen Kontexten wird unser Gruppenzusammensein vorallem über ein gemeinsames Thema oder Projekt getragen, denn wir wollen zusammen was erreichen bzw. (ab)schaffen. Solidarisches Miteinander ist meist mitlaufender Konsens, aber was genau heißt das inner- und außerhalb von Plenum und Aktionstag?
Wie sehen innere Supportstrukturen, soziales Miteinander und anderen Themen, die die Gruppe neben den Inhalten begleiten bei uns aus und wie können sie stärkend und stützend wirken?

Gemeinsam wollen wir einen Blick auf die Gruppen werfen, in denen ihr euch bewegt und im Rahmen eines kollegialen Austausches Handlungsmöglichkeiten teilen, erkunden und entwickeln, was ihr in euren Gruppen für euch tun könnt, um langfristig gut zusammen zu arbeiten.

Workshops on other topics
Yurt
10:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
10:00
150min
Strategisches Erzählen: Ein Why-To/How-To Pressearbeit Teil 1/2 / Strategic story-telling: A Why-to/How-to of press work part 1/2
Charli, Dorothee, Christopher

In vielen linken Bewegungen herrscht noch immer große Skepsis vor der Arbeit mit Presse und breiter Öffentlichkeit. Außerdem gelingt es ihnen häufig nicht, Menschen jenseits einer Blase der Gleichgesinnten anzusprechen. Aber wenn wir Einfluss nehmen wollen auf gesellschaftliche Diskurse, dann ist es unerlässlich, dass wir unsere politischen Inhalte auf eine Art und Weise zu kommunizieren, die für eine breite Öffentlichkeit verständlich ist und eine Sprache finden, die Menschen berührt und aktiviert.
Im Workshop wollen wir eine Einführung geben, wie sich Pressearbeit in die Strategien der Klimagerechtigkeitsbewegung und anderer sozialer Kämpfe einfügt, wie wir Erzählungen entwickeln, die eine breite Öffentlichkeit ansprechen und wie wir dieses Wissen praktisch umsetzen.
Anhand von kurzen Inputs, Plenums- und Kleingruppendiskussionen wollen wir Narrative zu aktuellen politischen Kämpfen vorstellen und entwickeln und in praktischen Übungen zu klassischen Bereichen der Pressearbeit (Pressemitteilungen, Interviews, social media) anwenden. Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden zum Nachdenken über die eigenen politischen Strategien anzuregen und Grundlagen effektiver Pressearbeit zu vermitteln.

Workshops on other topics
Tent 1
10:00
150min
Technik Skills für den Aktivist*innen Alltag / Tech skills for activistis' everyday life
ariari

Im offenen Werkstatt-Zelt von she*fix & friends könnt ihr...

  • Werkzeuge ausprobieren - z.B. Akku-Schrauber/Bohrer, Flex/Winkel-/Trennschleifer, Schweiß-Geräte, Löten, etc.;
  • Dinge reparieren - Fahrrad, Auto, Solarlampe, Camp-Infrastruktur, etc.;
  • mit Technik, Werkzeug & Material experimentieren und kreativ werden;
  • Skills teilen, zusammen arbeiten, stark werden. Neugierig zuschauen, Wissen und Erfahrungen austauschen und dabei voneinander lernen.

Ihr findet uns jeden Tag (Montag bis Freitag) auf dem Vorplatz des Gemeindehauses / der alten Feuerwache.

Vormittags 10-12 ist die Werkstatt als Raum gedacht zum Empowerment für FrauenLesbenTransIntersex* (d.h. FLTI* only ohne cis-Männer). In diesem geschützten Raum, möchten wir Frauen* bestärken, selbstbewusst mit technischen Problemen & Werkzeugen umzugehen und sie befähigen sich in oft männlich dominierten Räumen zu behaupten.

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 1
10:00
150min
Völkische Landnahme / Settlements of the far right
Andrea Röpke

Sie pflegen Gutshöfe in der niedersächsischen Heide,
kaufen Anwesen in mecklenburgischen Gemeinden, betreiben ein Rittergut
und Landschlösser in der sachsen-anhaltinischen Provinz, bewirtschaften
Bauernhöfe im sächsischen Freistaat oder hüten Kinder in Ostwestfalen.
Seit Jahren siedeln sich extreme Rechte bewusst in ländlichen Regionen
der Bundesrepublik an, um dort mit ansässigen völkischen Großfamilien
»nationale Graswurzelarbeit« zu betreiben. Ihr Streben ist gegen die
liberale Gesellschaft der Großstädte gerichtet, es herrschen veraltete
Geschlechterbilder und autoritäre Erziehungsmuster vor. Die Aussteiger
von rechts betreiben ökologische Landwirtschaft, pflegen altes Handwerk,
bemühen sich um private Schulen, organisieren Landkaufgruppen und eigene
Wirtschaftsnetzwerke. Sie bringen sich in Bürgerinitiativen gegen
Windräder oder bei regionalen Öko-Verbänden ein, unterstützen AfD oder
NPD und kämpfen gegen die »Überfremdung der deutschen Heimat«.
Die beiden ausgewiesenen Rechtsextremismus-Experten Andrea Röpke und
Andreas Speit verfolgen seit Jahren diese kaum beachtete Entwicklung und
geben hier erstmals einen bundesweiten Überblick über den wachsenden
Einfluss völkischer Netzwerke.

Workshops on Antifascism
Tent 5
10:00
150min
Widerständig über Jahrzehnte – Hilfen gegen Resignation und Aufgeben / Resistant over decades - help against resignation and dispatchment
Jupp Trauth

Der heutige Zustand der Welt lässt nicht vermuten, dass es bereits lange Kämpfe gegen die gefährlicher werdende Weltvernichtung gibt – in vielem (allem?) sind wir gescheitert. Wie ist persönlicher Widerstand dennoch über Jahrzehnte durchzuhalten?
Es gibt Hilfen gegen Resignation und Abtauchen in Beruf und Privatheit:
• Grundlagen der Gesellschaft erarbeiten / kennen: Wie funktioniert das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben?
• Ständige Infoverarbeitung
• Verquickung von Theorie und (eigener) Praxis
• Eingebundensein in Gruppen
• Stellung nehmen statt feige sein
• Selbstbewußt und zielsicher statt verzagt und lavierend
• Das eigene Verhalten muss stimmen
Methoden
Gespräch und Erzählung
Erfahrungsaustausch
Ablauf
Kurzreferat / Fakten durch Infoblatt
Wie lassen sich Widerständig und Aktiv sein viele Jahre durchhalten trotz Niederlagen und übermächtiger Gegner?
Was hilft gegen Resignation und Verzagen?

Workshops on other topics
Tent 4
10:00
150min
“Keine Panik” - Deutsch als Zweitsprache spielend unterrichten - Workshop mit Grundlagen, Übungsideen und Materialien für (ehrenamtliche) Spachbegleiter*innen
Anke Vetter

Dieser Workshop richtet sich an alle Menschen, die am Gestalten von DaZ-Unterricht vor allem mit Geflüchteten interessieren und evtl. in offenen Kursen unterrichten bzw. unterrichten wollen.
Er beginnt mit einer Kennlernrunde, Bearbeitung einer theoretischen Fragestellung in Kleingruppen, Testen verschiedener Materialien aus dem Handbuch "Keine Panik" (common copyritght, kostenlos runterladbar) und Durchspielen einer möglichen Unterrichtseinheit. Die Teilnehmer*innen entscheiden selbst über Fragestellungen und Themen. Es wird großen Wert auf bedürfnisorientierten und situativen Unterricht als Grundlage für das eigene Vorgehen und den Workshop selbst gelegt.

Der Workshop will keine DaZ-Ausbildung ersetzen, sondern versucht einen Zugang zur Thematik zu vermitteln, Unsicherheiten abzubauen und zu motivieren.
Dauer min. 3 Stunden

Workshops on other topics
youth-tent
14:45
14:45
285min
Führung Gedenkstätte für Zwangsarbeit
Team der Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig

In Leipzig-Schönefeld hatte die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG), einer der größten Rüstungsproduzenten und Profiteure des nationalsozialistischen Zwangsarbeitssystems, ihren Hauptsitz. Hier mussten ca. 10.000 Menschen, vorwiegend aus Polen und der Sowjetunion, Panzerfäuste, Munition und andere Rüstungsgüter herstellen. Im ganzen Leipziger Stadtgebiet waren zwischen 1933 und 1945 mehr als 700 Lager und Unterkünfte für die Unterbringung von mehr als 60.000 Zwangsarbeiter_innen eingerichtet.Der Rundgang bietet eine Einführung in das Thema Zwangsarbeit, NS-Rasseideologie, sowie einen Überblick über die Firmengeschichte und die NS-Verbrechen der HASAG, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter_innen sowie über den Umgang mit NS-Zwangsarbeit nach 1945.

Treffpunkt: Bushaltestelle Dorfmitte Pödelwitz
Startpunkt Exkursion: Gedenkstätte für Zwangsarbeit, Permoserstraße 15, Leipzig
Logistik: Fahrrad notwendig, Zugticket notwendig, Radtour mit der Gruppe zum Bahnhof Neukieritsch, Fahrräder dort anschließen (Schlösser mitbringen!), Fahrt (ohne Fahrrad) mit S Bahn zum Treffpunkt in Leipzig (Tram 3, Bus 90 (Permoser-/ Torgauer Straße)), Kosten: 6€ für S Bahn Ticket pro Fahrt

Excursion
Excursions 2
15:00
15:00
150min
Aktionen für eine Zukunft ohne Autos: Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen / Actions for a future without cars: traffic change, no tariff, bicycle roads
Jörg Bergstedt

Die platz-, sprit- und rohstofffressenden Stinker mit Steuermilliarden nochmal umrüsten, damit Autokonzerne und Bestattungsunternehmen weiter verdienen können? Radler*innen auf holperige Schmalspuren am Gehwegrand verbannen oder ihnen nagelneue Pisten in die Landschaft betonieren? Das kann es ja wohl nicht sein. Das Land braucht eine echte Verkehrswende. Beton- und Asphaltfläche sind genug da, sie müssen umgenutzt und der Autoverkehr dafür zurückgedrängt werden. Wichtigste Bausteine sind Fahrradstraßen und ein fahrscheinloser öffentlicher Verkehr. Denn der verbindet die ökologische Verkehrswende mit sozialer Gerechtigkeit - eine seltene Kombination, war Umweltpolitik doch bisher meist Politik für Reiche. Dieser Workshop zeigt die Möglichkeiten einer Verkehrswende - und viele Aktionsideen, sie durchzusetzen. Er beginnt mit einem Kurzfilm über Städte, in denen der Nulltarif schon funktioniert. Dazu gibt es Infos über Wirkung und Finanzierung. Danach geht es um Aktionen, die den nötigen politischen Druck erzeugen, vom Aktionsschwarzfahren über Kommunikationsguerilla und Fahrradaktionen bis zu großen Kampagnen z.B. um ausgewählte Städte mal einen Tag autofrei zu blockieren.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 3
15:00
150min
Bauspielplatz / Construction Playground

Bretter zusammennageln und daraus ein Haus, eine Brücke oder ein Schiff bauen? Das geht nicht so einfach? Dann komm vorbei und probier es aus. Wir erschaffen uns eine eigene Welt mit unseren eigenen Händen und Vorstellungen. Auch erfahrenere Menschen sind herzlich willkommen, junge Menschen zu unterstützen und ihnen diese Reise zu ermöglichen.

Programme for young people
Construction playground
15:00
150min
Climate change is a flight reason / Klimawandel ist ein Fluchtgrund
Women in Exile

From a refugee women perspective we share how we see climate changes as one of the flight reasons and leading to migration. Land- & Watergrabbing, the destruction and change of eco-systems, labour and ressources exploitation as as factors contributing to climate changes and affecting peoples lives leading to migration and flight. Discussing on concrete examples from kenia flower industry and tropical deforestation in african countries and the role of multinational companies. How can we work together and be part of an international movement against climate injustice?

Workshops on Antiracism
Tent 7
15:00
150min
Die unglaublich ethischen Aspekte der Anarchie. Annäherungen an eine zeitgemäße anarchistische Ethik / The incredible ethical aspects of anarchy. Approaches to a contemporary anarchist ethic.
Jonathan Eibisch

Wie ist es möglich, dass unterschiedliche Menschen sich wirklich freiwillig zusammenschließen und verbindlich aufeinander beziehen? Wie können kleine Gruppen oder große Gemeinschaften ihre eigenen ethischen Grundlagen gleichberechtigt und kontinuierlich neu aushandeln und selbst bestimmen? Wie können sie ein grundlegend anderes Verhältnis zur nicht-menschlichen Mitwelt entwickeln, ohne deswegen religiös oder esoterisch zu werden? Und wie kann dies alles aus einer grundsätzlichen Kritik der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse hervorgehen und mit dieser zusammen gedacht werden?

In der anarchistischen Ethik geht es nicht darum, dass Einzelne „bessere Menschen“ werden, sondern dass sie ihre menschlichen sozialen Fähigkeiten umfassend entfalten können. Dazu braucht es bestimmte Umgebungen und Grundlagen, die jedoch aktiv geschaffen werden können. Um für die sozialistischen Werte von Solidarität, Gleichheit und Freiheit einzutreten und eine Gesellschaft ohne Herrschaft, Ausbeutung, Zerstörung und Gewalt zu verwirklichen, braucht es ganz andere Beziehungen zur Mitwelt, zueinander und zu uns selbst. In der anarchistischen Ethik hat dies allerdings nichts mit individueller Selbstfindung, moralischer Überlegenheit, bürgerlichem Zynismus oder resignierter Anpassung zu tun.

Der Workshop beginnt mit einem Input zu Grundgedanken einer zeitgemäßen anarchistischen Ethik und geht über in einen Austausch über unsere jeweiligen Erfahrungen mit ethischen Ansprüchen und Vorstellungen. Weiterhin möchte ich mit euch nachspüren und darüber reflektieren, wie wir mit der täglichen Apokalypse des Klimawandels umgehen bzw. auf eine emanzipierende und kämpferische Weise umgehen können. Schließlich lade ich euch ein, dass wir uns über anarchistische Ethik als Grundlage für eine ganz andere Gesellschaft austauschen.

Workshops on other topics
Tent 4
15:00
150min
Einfälle statt Abfälle - Lastenfahrradbau / Trash hacks - Building a cargo bike
Christian Kuhtz

Gemeinsam bauen wir aus Fahrradschrott und einer alten Schubkarren-Wanne ein praktisches Lasten-Zweirad, das bis 100 kg Ladung tragen kann und auf dem Camp eingesetzt wird. Dabei lernen wir auch Montage- und Reparaturtricks an normalen Fahrrädern und entdecken "Murks ab Fabrik" - und wie er sich verbessern oder vermeiden lässt. Bei der Bauaktion kannst Du so viel lernen, dass Du Dir danach Dein eigenes Lastrad bauen kannst... Wir bauen mit "Low-Tech"-Mitteln ohne Schweißen und ohne Spezialteile alles von Hand.
Wenn die Aktion sehr gut läuft, könnten wir vielleicht sogar noch einen anklemmbaren Generator dazu bauen, so dass sich mit dem aufgebockten Lastrad auch noch Pedal-Power-Strom erzeugen lässt!

Workshops on Practical/DIY
Manufactory 2
15:00
180min
Gehen durch die kritische Landschaft
Bertram Weißhaar, Spaziergangsforscher

In der Umgebung von Pödelwitz finden sich Spuren der alten bäuerlichen Kultur, daneben deutliche Zeichen der Ausbeutung der Erde durch den Bergbau. Zugleich ist alles in Veränderung, im Übergang. Die unmittelbare Begegnung mit diesen Strukturen ist hilfreich, seine eigene Haltung zu überprüfen und zu erweitern. Dabei folgt diese kurze LandPartie auch der Frage: Kann (darf) ich eine zerstörte Umwelt als schöne Landschaft betrachten?
Mehr derartige LandPartien gibt es bei: www.akademielandpartie.de

Treffpunkt: Klimacamp, “Alle Dörfer bleiben” Zelt
Logistik: kleiner Spaziergang durch die umliegende Landschaft

Excursion
Excursions 1
15:00
150min
Health and climate change. An underestimated issue / Gesundheit und Klimawandel. Ein unterschätztes Thema
Yeabsra Awetahegn Beyene

The workshop aims to provide important insights in the interaction between climate change and health issues. In my work as a medical professional in Ethiopia I have gathered first-hand experience how weather extremes and natural catastrophes adversely impact the health and nutritional status of the population affected. This nexus is shed light on in the workshop. After an introduction to the literature concerned with the interaction between climate, poverty and health, the participants are asked to discuss strategies towards possible solutions in small groups followed by a Fish-Bowl discussion.

Workshops on other topics
Main tent
15:00
150min
Klima, Kapitalismus & Migration. Sozialökonomische Perspektiven / Nature, Climate & Migration. Socioeconomic Perspectives
Martin Sauber

Der Workshop nähert sich dem Nexus Klima und Kapitalismus zunächst mit einen Blick auf die grundlegende Kontroverse in der Debatte um Green Growth vs. Postwachstum. Auf einer abstrakteren theoretischen Ebene soll dann gezeigt werden wie der ökonomische Mainstream die Klimaproblematik analysiert und welche politischen Konsequenzen, insbesondere innerhalb einer neoliberalen Programmatik, daraus gezogen werden. Die Kritik daran beginnt auf empirischer Ebene mit der Glücksforschung und argumentiert dann aus einer theoretischen Perspektive der Politischen Ökologie. Diese kritische Perspektive wird nun auf die globalen Verhältnisse angewendet. Flucht und Vertreibung ist letztlich eines mehrere Krisenmomente und Ausdruck einer kapitalistischen Systemkrise. Dies erlaubt es ausgewählte Zusammenhänge von gesellschaftlichen Naturverhältnissen, Migration und Kapitalismus zu analysieren und die Rolle von Rassismus und Chauvinismus zu identifizieren.
Der Workshop basiert auf Input-Präsentation mit Moderationskarten, Schaubilder und Grafiken als Wandzeitungen. Bei den interaktiven Teilen wird abhängig von der Gruppengröße und Interessen der Teilnehmenden auf Murmelrunden, Kugellager, Glückstopf... sowie Austausch und Diskussion im Plenum zurückgegriffen. Dabei wird großen Wert auf eine möglichst rassismus- und herrschaftskritische Methodik und Didaktik gelegt.
Durch ein sozialökonomisches Wissenschaftsverständnis werden der Praxisrelevanz und Interdisziplinarität in der Analyse von Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Gesellschaft Rechnung getragen. Da ich seit einigen Jahren in der Klimagerechtigkeitsbewegung aktiv bin und bereits mehrfach Workshops auf Camps durchgeführt habe, helfen mir diese Erfahrung die Verbindung von theoretischer Analyse und Alltagserfahrung herzustellen.

Workshops on social-ecological transformation
Tent 2
15:00
150min
Konfliktwerkstatt / Examining and Practicing conflict management methods and techniques
Eva und Sonja

Gemeinsam geht vieles leichter. Daher organisieren wir uns für politische Arbeit, beim Wohnen oder für diverse Freizeitaktivitäten häufig als Gruppe. Diese Form des Zusammenseins kann ein bereicherndes Gefühl von Gemeinschaft mit sich bringen. Wo Gemeinschaft ist, treffen auch unterschiedliche Vorstellungen, Bedürfnisse, Erfahrungen, Hintergründe und Verhaltensweisen aufeinander. Nicht selten kommt es dabei zu Spannungen und Konflikten. Diese können im Extremfall die gesamte Gruppe handlungsunfähig machen. Ein guter Umgang mit Konflikten und die Akzeptanz von Unterschiedlichkeit innerhalb von Gruppen ist essentiell für ein kraftvolles Wirken als Gruppe. In unserem Workshop möchten wir Methoden und Techniken der Konfliktbearbeitung erproben. Wir wollen Anleitung geben, das eigene Konfliktverhalten unter die Lupe nehmen und gemeinsam Möglichkeiten zur Erweiterung unseres Verhaltensrepertoire erarbeiten.

Wir verorten diesen Workshop im Bereich DIY. Wir möchten den Teilnehmenden Methoden zur konstruktiven Konfliktbearbeitung mit an die Hand geben. Dabei ist es uns wichtig, das eigene Konfliktverhalten zu hinterfragen sowie andere Verhaltensweisen anzuerkennen. Wir wollen zum Perspektivwechsel anregen und nutzen dafür Methoden wie etwa das Werte-Quadrat und verschiedene Partnerübungen. Teilnehmende sind eingeladen, aktuelle oder vergangene Konfliktfälle zum Üben mitzubringen.

Wir sind überzeugt, dass gerade in hierarchieflachen Organisationen ein konstruktiver Umgang mit Konflikten die Gruppe handlungsfähig macht und erhält. Dabei ist die Mitarbeit von allen gefragt. Das Erkennen eigener Bedürfnisse sowie das gemeinsame Aushandeln von Vereinbarungen um verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden trägt insgesamt zu einer pluralen Gesellschaft und der Akzeptanz von gesellschaftlicher Vielfalt bei.
www.wir-foerdern-dialog.org

Workshops on other topics
Yurt
15:00
150min
Open Space
Menschen auf dem Camp /people at the camp

Auf dem Klimacamp habt ihr die Möglichkeit, 'offene Räume' selbstorgansiert zu gestalten.

1. Was ist der "Open Space"?

Open Space ist ein Raum, in dem ihr Themen und Projekte, die euch wichtig sind, mit anderen Menschen diskutieren, weiter entwickeln, oder sogar ausarbeiten und erste Schritte zur Umsetzung praktisch voranbringen könnt.
Der Raum ist "offen", weil alle Menschen, die ein Interesse an dem Thema/Projekt haben, in diesem Raum willkommen sind. Ein Grundprinzip des Open Space sind die "zwei Füße": ihr könnt dazu kommen, wann ihr möchtet und bleiben, oder den Raum wieder verlassen, wenn ihr glaubt, dass ihr keinen Beitrag leisten könnt oder möchtet. Gegebenenfalls könnt ihr dann zu einem anderen Open Space gehen.
Die Kernanliegen des Open Space sind: die Kreativität und das freie Sich-Einbringen der Teilnehmenden zu ermöglichen; Themen/Projekte so zu entwickeln, wie es die Anwesenden eben gerade möchten; Spannende Themen aus den Kursen/Workshops /Plena weiter zu denken oder praktisch zu entfalten; Freude am Mitmachen, dem "sich Einbringen“ und Offenheit für Unerwartetes und Überraschendes zu schaffen; aber auch die Ergebnisse zu dokumentieren, um ggfls. eine spätere Weiterarbeit nach dem Camp zu ermöglichen

2. Wer kann einen Open Space vorschlagen und durchführen? Wie geht das?

Wer immer möchte, kann während des Klimacamps ein Thema/Projekt vorschlagen und Menschen zur Mitarbeit/Teilnahme einladen Für einen Open Space könnt ihr, parallel zu den regulären Workshop-Zeiten für 2½ Stunden je ein zur Verfügung stehendes Zelt nutzen. Wenn es von den Teilnehmenden gewünscht wird, kann er an einem folgenden Tag fortgesetzt werden.
Mehr zum Thema „Wie einreichen und durchführen?“ findet ihr im Programmheft und am Infozelt auf dem Camp. Natürlich könnt ihr uns dort auch gerne einfach ansprechen.

Open-Space-Einreichungen werden nur während dem Camp entgegen genommen! Davor ist eine Einreichung nicht möglich.

Open Space
Tent 8–10
15:00
150min
Rechte Strukturen im südlichen Landkreis Leipzig / Right wing structures in the southern region of Leipzig
Chronik.le

Als chronik.LE dokumentieren wir bereits seit zehn Jahren Neonazismus und Diskriminierung in und um Leipzig. Auch in der Gegend, in welcher das Klimacamp stattfindet, gibt es solche Vorfälle und auch organisierte rechte Strukturen. Neben der Vorstellung unserer Arbeit wollen wir den Blick auf eben diese Strukturen und Vorfälle lenken. Exemplarisch werden wir dazu Ergebnisse der Kommunalwahl heranziehen und z.B. über die „Freie Liste für Geithain“, einer Wählervereinigung mit hohem Neonazi-Anteil aus Geithain sprechen, aber auch die lokale Verankerung der AfD in den Blick nehmen. Die Veranstaltung wird in Form eines Vortrags stattfinden, welcher allerdings noch genug Raum für Nachfragen und Diskussionen lässt.

Workshops on Antifascism
Tent 5
15:00
150min
Strategisches Erzählen: Ein Why-To/How-To Pressearbeit Teil 2/2 / Strategic story-telling: A Why-to/How-to of press work part 2/2
Charli, Dorothee, Christopher

In vielen linken Bewegungen herrscht noch immer große Skepsis vor der Arbeit mit Presse und breiter Öffentlichkeit. Außerdem gelingt es ihnen häufig nicht, Menschen jenseits einer Blase der Gleichgesinnten anzusprechen. Aber wenn wir Einfluss nehmen wollen auf gesellschaftliche Diskurse, dann ist es unerlässlich, dass wir unsere politischen Inhalte auf eine Art und Weise zu kommunizieren, die für eine breite Öffentlichkeit verständlich ist und eine Sprache finden, die Menschen berührt und aktiviert.
Im Workshop wollen wir eine Einführung geben, wie sich Pressearbeit in die Strategien der Klimagerechtigkeitsbewegung und anderer sozialer Kämpfe einfügt, wie wir Erzählungen entwickeln, die eine breite Öffentlichkeit ansprechen und wie wir dieses Wissen praktisch umsetzen.
Anhand von kurzen Inputs, Plenums- und Kleingruppendiskussionen wollen wir Narrative zu aktuellen politischen Kämpfen vorstellen und entwickeln und in praktischen Übungen zu klassischen Bereichen der Pressearbeit (Pressemitteilungen, Interviews, social media) anwenden. Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden zum Nachdenken über die eigenen politischen Strategien anzuregen und Grundlagen effektiver Pressearbeit zu vermitteln.

Workshops on other topics
Tent 1
15:00
150min
Willst du mit mir gehen? Klimagerechtigkeit und Antirassismusbewegung gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft? / Wanna hook up? Climate justice meets anti-racism movement
Anne

In dem Workshop soll es darum gehen, dass sich die Klimagerechtigkeits- und Antirabewegung besser kennen lernen und Potenziale ausschöpfen.
In einer ersten Kleingruppenphase wird es darum gehen, gemeinsame Ziele auszuloten, Widersprüche in der Arbeit und den Zielen der Bewegungen zu diskutieren um anschließend herauszufinden, ob gemeinsame Aktionen denkbar sind.
Im Anschluss an die Kleingruppenphase wollen wir weiter gehende Fragen diskutieren: Inwieweit machen solche Bündnisse Sinn oder führen sie nicht auch zur Überforderung?
Dieser Workshop richtet sich an Aktive aus der Antirassismus/Antifaschismusbewegung und an Menschen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung.

Workshops on Antiracism
Tent 6
22:00
22:00
90min
Konzert / concert: sunshine group
sunshine group

weltschmerz. sie ist es leid. das leiden leid. ein ende ist in sicht. liebe und fürsorge usw. das konzert als eine kollektive heil zeremonie. ein mädchen mit einer harfe. sie versucht diese zu spielen. sie macht geräusche. diese geräusche werden vielleicht wiederholt und verzerrt. irgendwas zwischen ambient und punk, gaia funk, personality jazz, environmental pop, soul (auch trauermarsch und das gegenteil davon)

Culture programme of the Degrowth Summer School
Main tent
No sessions on Sunday, Aug. 11, 2019.